Yeah Yeah Yeah

Übersicht:
Sorte: Brut IPA (DDH)
Brauereien: Magic Rock Brewing &
Wylam
Name: Yeah Yeah Yeah
ABV: 6,5 %
Raiting: 8,5/10

Knochentrocken und sehr fruchtig, das sind die neuen typischen Brut IPA’s! Der Clou: Die Restsüße im Bier wird hier stark reduziert.

Dadurch können dann die fruchtigen Aromen des Hopfens stärker in den Vordergrund drängen. Außerdem soll das Bier so kaum Bittereinheiten enthalten.

Dies geschieht durch speziell eingesetzte  Hefen oder Enzyme.

Zum ersten Mal wurde diese Art des IPA’s 2017 in San Franzisco von Social Kitchen & Brewery gebraut.

Es gibt aktuell einige namhafte deutsche Vertreter dieser Sorte, zum einen Kehrwieder mit ihrem Sonoma IPA, oder auch Yankee & Kraut mit Dry Humor.

Natürlich wird auch mit diesem Bierstil wieder mehr experimentiert, einige setzen dann auch neben Fruchtigkeit auf Würzigkeit, wie bei dem Bier, das ich vorstellen möchte: Das „Yeah Yeah Yeah“, DDH Brut IPA, ein Collabsud von Magicrock Brewing und Wylam aus England.

Das Brut IPA geht hellorange mit wenig Schaumentwicklung im Glas auf.

In der Nase riecht es nach Ananas, Litschi und Mango, zudem aber auch würzig nach Zimt und Pfeffer, dazu gesellt sich eine leichte Piniennote.

Im Antrunk gestaltet sich das Brut weich und mild, im Nachtrunk bündelt sich wieder das fruchtige mit dem würzigen. Zuerst kommt es etwas harzig daher, dazu ein leichtes Zimtaroma und etwas stärker Pfeffer. Zum Ende hin zeichnet sich eine überragende Mangonote ab und das IPA wird mit einem knochentrockenen Abschluss veredelt.

Fazit: Ein tolles Brut IPA mit spannenden Geruchs- und Geschmackskomponenten. Ein fruchtig-würziges IPA mit trockenem Abgang trinkt man nicht alle Tage, ich kann es getrost jedem empfehlen, der diesen Stil mag oder mal ausprobieren möchte.

Unverhopft

Hallo, damit die Leser erstmal mehr über euch erfahren, stellt euch doch erstmal grob vor.

Tobi: Ich komme ursprünglich aus Österreich, was ja auch ein Bierland ist, sozusagen. Lebe jetzt aber schon seit 7 Jahren in Berlin. Vom Beruf her bin ich Softwareentwickler, hab aber immer schon gerne Bier getrunken und gekocht, also hab ich dann diese beiden Leidenschaften verbunden – auch als Ausgleich zur Computerarbeit.

Abraham: Ich lebe schon länger in Berlin mit zeitlichen Unterbrechungen und arbeite hauptberuflich bei einem großen gemeinnützigen Verein. Ähnlich wie Tobi habe ich einen Technologie- und Wirtschaftshintergrund und sehe das Brauen als leidenschaftliche Freizeitbeschäftigung.

Was genau fasziniert euch so an Craftbier, und was war eure erste Erfahrung damit?

Tobi: Meine erste bewusste Berührung mit Craft Bier war relativ spät. Ich hatte zwar früher auch schon ab und zu besondere Biere getrunken und war fasziniert von der Kreativität der Micro- und Nanobrauereien, allerdings hab ich das nie unter dem Gesichtspunkt “Craft Beer” gesehen. So richtig mit der Szene beschäftigt habe ich mich erst ab 2014, während und nach einem Urlaub in Budapest. Da wurden mir das erste Mal so richtig die Unterschiede und die Vielfältigkeit der speziellen Bierstile klar und da hab ich bewusst unterschiedliche Stile verkostet. Budapest hat übrigens eine ganz wunderbare Craftbier Szene.

Nach diesem Urlaub war mit klar, dass ich auch experimentieren wollte. Mir ein Bier brauen von dem ich sagen kann dass es mein Lieblingsbier ist.

Am meisten fasziniert mich die schier unendliche Kreativität die in der Szene herrscht. Und damit meine ich nicht einfach zufälliges Zusammenmischen von Zutaten.

Das ist vielmehr gezieltes Experimentieren mit Aromen, Farben, Verfahren. Industriebrauer machen das nicht. Die brauen das Massenbier, sei es ein Gösser oder ein Jever, Becks oder Heineken. Unterm Strich schmecken die alle gleich. Nämlich langweilig. Ist vielleicht was gegen den Durst, so wie Mineralwasser, aber Genuss ist das nicht.

Abraham: Ich möchte dem zustimmen was Tobi bereits gesagt hat. Ich bin schon vor fast über einem Jahrzehnt mit Craft Bier in Kontakt gekommen, und zwar auf meinen Reisen in den USA. Ich habe mich allerdings davor bereits auch schon eher für kleinere, in der Regel, lokale Familienbrauereien interessiert statt den Massenbieren weil mir der handwerkliche und nicht industrielle Aspekt immer sehr gefallen hat. Am Craft Bier selbst fasziniert mich am meisten die Kreativität und Vielfalt welche sich mit handwerklicher Kunst vermischt und somit immer für eine Überraschung und Erweiterung und somit auch Entwicklung von Bierstilen ergibt.

Wie seid ihr dazu gekommen, euch selbst an den Sudkessel zu stellen?

Tobi: Wie bereits gesagt, ich liebe kochen und ich trinke gerne besondere Biere. Da war es nur logisch es mal selbst auszuprobieren. Wobei ein Bier zu brauen schon um ein vielfaches komplexer ist als beispielsweise eine Lasagne zu kochen. Es gibt unzählige Parameter an denen man schrauben kann, so viele Varianten der wenigen Basiszutaten, ich würde sagen es ist eine Wissenschaft. Und da muss man sich damit beschäftigen, experimentieren, immer wieder versuchen und lernen. Bis das Ergebnis perfekt ist.

,Abraham: Da wir beide die Leidenschaft teilen und auch schon gemeinsam vor einigen Jahren einen Braukurs besucht haben, hat uns das die initiale Zündung gegebenen, das selbst und häufiger in unseren eigenen Küchen auszuprobieren. 

Was genau war so die Idee hinter euren Bieren und was ist daran das Besondere?

Tobi & Abraham:  Begonnen hat alles mit dem Mate-Bier. Dahinter stand die Idee, 2 gute Dinge miteinander zu verbinden. Den Geschmack der Mate mit der Einzigartigkeit von ausgezeichnetem, handwerklich gebrautem Bier. Die Entwicklungsphase davon hat fast 2 Jahre gedauert, bis wir endlich zufrieden waren und auch ein stabiles Rezept hatten. Bei Mate ist es ja ähnlich wie bei dem Hopfen: Jede Ernte ist da unterschiedlich. Wir wollten jedoch nicht, dass unser Bier jedes Jahr komplett anders schmeckt.

Vom Mate-Bier war der gedankliche Weg dann nicht allzu weit zum Guarana Bier. Die praktische Entwicklung war jedoch ein sehr langer Weg. Vor allem der Geschmack von Guarana ist ein sehr spezieller, der kann dir auch schon mal die Freude am Bier verderben.

Während wir uns also beim Mate Bier eher darauf konzentrierten den Geschmack ins Bier zu bekommen, haben wir beim Ale Comandante versucht uns vor allem auf den positiven Effekt des Guarana-Koffeins zu konzentrieren. Herausgekommen ist ein dunkles Bier das nach dunkler Schokolade und Kaffee schmeckt und dich auch wie ein starker Kaffee wach macht.

Zwischen Mate und Guarana haben wir ein IPA entwickelt, weil wir Zeit hatten und einfach weil das unser Lieblingsbierstil ist. Wir wollten ein IPA, dass uns selbst besser schmeckt als alle anderen IPAs. Und das ist uns gelungen aus unserer Sicht.

Auf welche Biere dürfen wir uns von euch noch so freuen? 

Tobi & Abraham: Wir experimentieren in verschiedenste Richtungen. Zum Beispiel wollen wir ein rotes Double IPA machen. Oder ein richtig gutes alkoholfreies Bier. Da reizt uns die Herausforderung, vor allem im Hobbybrauerbereich ist es extrem schwierig gutes alkoholfreies Bier zu brauen.

Darüber hinaus wollen wir aber auch unsere Linie treu bleiben und Biere machen, die es so nicht überall gibt. Zum Beispiel ein Bier ohne Hopfen, stattdessen mit Kräutern, wie es vor Jahrhunderten bereits gemacht wurde. Da passt dann auch die Assoziation, die manche Leute bei unserem Namen “Unverhopft” haben, nämlich dass da kein Hopfen drinnen ist. Unverhopft steht allerdings für unverfälscht, spannend und handwerklich einzigartig.

Aktuell seid ihr ja noch Gypsybrauer, plant ihr in der Zukunft in einer eigenen Brauerei zu brauen?

Tobi & Abraham: Das ist erstmal nicht geplant. Wir konzentrieren uns lieber auf das, was wir am besten können, und das ist kreativ sein und herausragende Bierrezepte zu entwickeln. Beim Brauen selbst vertrauen wir dann auf die Expertise unserer Freunde und Partner in den Brauereien, zum Beispiel auf Hans von Kühn Kunz Rosen.

Abraham: Wir bevorzugen übrigens den Begriff Kuckucksbrauer weil dieser keine rassistische Missverständlichkeit in sich birgt (auch wenn der Begriff gypsy brewer im Englischen sich verstetigt hat, gibt es trotzdem auch den Begriff cuckoo brewer).

Jetzt eine etwas speziellere Frage: Die Dose ist ja bekanntlich das Beste fürs Bier. Werden neben dem Ale Comandante (Stout) in Zukunft noch weitere Biere in die Dose abgefüllt?

Tobi: Beim Ale Comanadante wollten wir es jetzt einmal probieren. Generell gefällt mit Craft Beer in Dosen ganz gut. Nicht nur dass sich angeblich das Aroma besser hält, da die Dosen absolut lichtgeschützt sind, auch von den Design- und Gestaltungsmöglichkeiten sind Dosen anders als Flaschen.

Ein Nachteil ist in Deutschland derzeit jedoch noch, dass es nicht so viele Dosenabfüller gibt und das ganze vor allem bei kleinen Mengen recht teuer ist. Ich denke aber wir werden auch in Zukunft das eine oder andere Unverhopft Bier in Dosen anbieten.

Abraham: Uns war es wichtig nicht nur auf den Erfahrungen von anderen Craft Bierbrauern aufzubauen, sondern die Dosenabfüllung beim Ale Comandante jetzt selbst auch in der Praxis anzugehen und daraus Erkenntnisse abzuleiten. Ich bin mir der aufgeladenen Diskussion rund um Flasche vs. Dose bewusst und verfolge diese aufmerksam. Was ist umweltfreundlicher? Was ist für das Bier und das Aroma besser? Eine abschließende Meinung habe ich mir dazu noch nicht gebildet.

Craftbier ist ja aktuell ein sehr dehnbarer Begriff, was versteht ihr darunter?

Tobi & Abraham: Wir denken das ist aus den Antworten oben schon recht gut hervorgegangen. In einem Satz würden wir sagen, Craftbier ist die Verbindung aus Kreativität, Mut zur Experimentierfreude und Handwerk. Und Leidenschaft, denn wir sind uns absolut sicher, wenn das Brauen für uns einfach nur ein Job wäre, und keinen Spaß machen würde, dann wären unsere Biere nur halb so gut. Waren jetzt doch 2 Sätze…

Welches Bier oder welche Biersorte mögt ihr am liebsten?

Tobi & Abraham: Ganz eindeutig, IPAs. Generell alle Varianten, am liebsten jedoch irgendwo zwischen 5 und 8 % Alkohol und von Westcoast nach New England. Und wieder zurück…

Delirium Café Köln

Das Delirium Café in Köln, gut gelegen in der Kölner Altstadt, Salzgasse 2-4. Es ist das erste seiner Art in Deutschland, und hat dort erst seit September 2018 geöffnet.

Eine Bar, die nationale und internationale Craftbiere und Biere anbietet. Sie ist mit 31 ständig wechselnden Hähnen ausgestattet. Darunter natürlich auch verschiedene Biere der Brouwerij Huyghe aus Belgien, aktuell: Früli Strawberry Beer, Delirium Tremens, Delirium Red, Delirium Noctornum, Delirium Noel, La Guillotine, Campus Premium, Delirium Argentum. Zudem eine Menge anderer Biere aus dem In- und Ausland. Von IPA zu Berliner Weiße zu Stouts und Dubbels/Tripels. Zudem sind auch zahlreiche Flaschenbiere erhältlich, darunter auch eine beeindruckende tolle Auswahl an Geuzen und Krieks.


Preislich pendeln sich alle Biere vom Fass aktuell bei 3,50 € bis 6,50 € ein. Die Flaschenbiere variieren, vor allem bei den größeren Flaschen natürlich.
Es gibt einen langen Tresen, zudem aber auch schöne Sitzmöglichkeiten am Tisch. Was ich besonders attraktiv fand: Die gemütliche Sitztribüne mit Blick auf den Tresen und die gesamten Zapfhähne. Ebenfalls interessant aufgefallen, ist das internationale Publikum, das hier angezogen wird. Dort kann man sicherlich einige Stunden verbringen, ohne Langeweile zu empfinden.

Ob mit Freunden oder Familie, da ist sicher für jeden etwas dabei. Aber auch alleine trifft man relativ schnell auf Gleichgesinnte und tolle Gespräche.

Winterwunder

Übersicht:
Sorte: Bock
Brauerei: Vulkan Bräu
Name: Winterwunder
ABV: 7, 1 %

Wie schön, dass es hier zu Lande nun etwas geschneit hat. Dazu kommt das Winterwunder, einer Brauspezialität aus dem Hause Vulkan Bräu doch gerade recht. Neben den üblichen Zutaten kommen hier Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskat in den Sud. Also die volle Ladung. Auch wenn Weihnachten längst vorüber ist, passt es auch hervorragend in den Januar.


Dunkelorange mit normal ausgeprägter dichter Schaumkrone lässt es sich im Glas erblicken.
In der Nase sind einige Gewürze sofort heraus zu filtern wie unter anderem Anis, Nelken, Zimt und Kardamom. Der Antrunk gestaltet sich mild und angenehm würzig.
Der Nachtrunk präsentiert sich malzbetont mit starken Noten an Kardamom, Zimt und Nelken.
Eine feine Hopfenbittere beendet das Winterwunder.


Fazit: Die Aromenvielfalt ist hier gut ausgeprägt, wobei für meinen Geschmack die Gewürze vor allem Kardamom vielleicht etwas zu stark auftreten. Trotzdem ein richtig gutes Bier, welches ich auch nochmal trinken würde.
Raiting: 7/10

DDH Pale v2

Übersicht:
Sorte: Pale Ale
Brauerei: Cloudwater
Name: DDH Pale Ale v2
ABV: 5,5 %

Heute möchte ich euch ein Bier von Cloudwater Brew Co aus Manchester, England vorstellen. Dieses Bier wurde speziell für die Beardless Beer Week 2018 gebraut. Ein Craftbeer Festival organisiert von Manchesters Crown & Kettle und Woman on Tap. Denn wie beardless = bartlos schon andeutet, geht es hier um Frauen, die Ideen entworfen oder auch selbst am Sudkessel gestanden haben.


Jetzt zum Bier: Gebraut wurde ein DDH Pale Ale (DDH Pale v2) mit 5,5 % ABV.
Ein tolles Dosendesign erstellt von Nizaket Sinanovska. Der Inhalt spricht Bände. Im Glas ein schönes hellorange mit gut ausgeprägter Schaumkrone.


In der Nase ist es sehr hopfig, zudem florale grasige und harzige Noten. Dazu kommt eine ausgewogene Fruchtigkeit an Manderine, Mango und etwas Citrus.
Der Antrunk ist cremig und weich, der Nachtrunk präsentiert sich kräftig mit viel Manderine und Citrus. Eine gute und nicht zu starke Hopfenbittere beendet den Trinkspaß und lässt das vollmundige Bier sanft zu Ende kommen. Einziger Kritikpunkt ist hier, dass die tollen Fruchtnoten nicht allzulange auf der Zunge haften.


Ein tolles Teil, was sich auf jeden Fall zu kaufen lohnt. Mich hat es geschmacklich etwas an das 7:45 Escaltion von Crew Republic erinnert, vielleicht kennen einige von euch diese tolle Brauerei aus der Nähe von München. Auch wenn es sich dabei um ein Double IPA mit 8,3 % handelt, kam dieses DDH Pale Ale vom Aroma her auf jeden Fall in diese Richtung.

Raiting: 8/10

Shake The World, Freak Out

Übersicht:
Sorte: Milkshake Pale Ale
Brauerei: Ale Browar
Name: Shake the World
ABV: 5,0 %

Heute möchte ich 2 Biere der Brauerei AleBrowar aus Polen vorstellen. Vielleicht ist diese einigen durch den Collab Brew mit Himburgs Braukunstkeller schon bekannt. Sie brauten zusammen das Herr Axolotl, eine Berliner Weiße, die mit Himbeeren verfeinert wurde. Ein wirklich großartgies Bier, welches ich auf der Craftbeermesse in Mainz direkt am Stand verkosten durfte.

Jetzt zu den Bieren: Zum einen das Shake the World, Milkshake Pale Ale und das Freak Out, New England IPA z Marakuja. Beide kommen in der 0.5 Liter Flasche und in einem auffälligen und auch sehr aufwändigen Design, das sehr anspricht.
Das Shake the World, speziell gebraut mit Vanille und Laktose mit 5,0 % ABV besticht durch seine tiefenorangene naturtrübe Farbe mit gut augeprägten cremigen Schaum.

Der Geruch, ist wie der Name schon betitelt stark vanillelastig, dazu treten Früchte an Mango und Pfirsisch.
Der Antrunk präsentiert sich leicht süsslich und cremig. Im Nachtrunk bilden sich neben Vanille auch jetzt milkshakeartige Noten durch. Die Frucht verblasst hier etwas, es sind aber noch Nuancen von Mango zu spüren. Das Bier findet sein Ende mit einer angenehmen Hopfenbittere, währenddessen können sich die Aromen noch gut auf der Zunge halten.


Abschließend ist zu sagen, das das Bier sehr aromareich und die Zugabe von Vanille und Laktose üppig war. Es war wirklich mal etws anderes, aber ich wäre wahrscheinlich auch mit weniger Inhalt zufrieden gewesen, da es die Geschmacksnerven stark beansprucht. Raiting: 8/10

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Ale Browar
Name: Freak Out
ABV: 5,2 %


Das Freak Out mit 5,2 % ABV als NEIPA hat im Vergleich zu anderen Bieren seiner Art deutlich weniger Alkoholgehalt.
Es wurde, wie auch hier der Name vermuten lässt, mit Maracuja gebraut.
Farblich ist es vom Milkshake IPA
kaum zu unterscheiden, hat auch die gleiche üppige Schaumkrone.


Geruchstechnisch prägt sich hier eine ganze Palette an Aromen aus. Bestechende Säuerlichkeit plus hervorgehobene Fruchtigkeit der Passionsfrucht, die wirklich gut durchkommt. Was jedoch nicht verwunderlich ist, da diese ja hinzu gegeben wurde. Außerdem kommen noch Zitrusfrüchte hinzu. Das Bier strahlt zudem eine tolle Frische aus.


Geschmacklich wirkt es auch hier wieder cremig und weich, und es kommt zu einer soliden Fruchtigkeit. Insgesamt könnte es aber auch noch mehr Power an Frucht geben, das fällt leider noch etwas flach aus. Auch hier wird, wie oft gewohnt bei diesem Bierstil an der Hopfenbittere gespart.


Abschließend ist hier zu sagen, dass der Geruch mehr versprochen hat als der Geschmack. Die Fruchtigkeit war gut vorhanden, hätte aber gerne ausgeprägter und kräftiger sein können. Jedoch trotzdem ein gutes Bier, dass man sich ab und an gerne gönnen kann und dabei keineswegs etwas falsch macht.

Raiting: 7/10

Mr. Yeast and Mr. Haze

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Sudden Death Brewing
Name: Mr. Yeast and Mr. Haze
ABV: 7,0 %

Winter: Zeit für schwere Biere und intensive Stouts. Aber, dass es durchaus mal fruchtig sein darf und dennoch zu dieser kalten Jahreszeit angemessen, beweist mal wieder Sudden Death Brewing. Zwei Männer mit einer Mission: Kreatives Bier, welches aus der Masse heraussticht und auch in der Craftszene auffällt. Sie brauen aktuell noch als Gypsy Brewer in der Klüvers Brauerei am Timmendorfer Strand. Neben ihrem Fabel für Eishockey haben sie sich vor ein paar Jahren dann an den Sudkessel begeben und in der deutschen Craft-Szene mal ordentlich Wind gemacht. Ihr Markenzeichen sind die fruchtbetonten NEIPA‘s, seit neuestem können sie aber auch tolle Stouts wie zum Beispiel das Cinnamon Bun mit Zimtschneckenextrakt und weiteren Zutaten oder ein West Coast IPA, gutes Pils können sie auch.
Ihre NEIPA Reihe Monsters of New England müsste mittlerweile jedem Bier- und Craftbierfanatiker bekannt sein.
Das neueste Werk ist das Mr. Yeast and Mr. Haze mit knackigen 7,0 % ABV.
Es wurde speziell mit Haferflocken und Laktose gebraut. Die Hopfensorten bestehen aus Mosaic, Galaxy, Vic Secret. Zudem wird eine besondere Hefe, nämlich die London Fog (Nebel) Hefe verwendet.
Jetzt zum Bier:
Im Glas erscheint es schön naturtrüb hellorange mit einer eher geringeren Schaumkrone.
In der Nase dominiert Ananas, Kiwi und Mango, zudem tritt außerem eine leichte Harzigkeit.
Der Antrunk ist weich und cremig, im Nachtrunk bilden sich Ananas und Mango gut aus und verteilen sich wunderbar im Mundraum. Zum Abschluss erfolgt eine stärkere Hopfenbittere, die noch ein bisschen auf der Zunge bleibt. Alles in allem wieder ein typisches Bier dieser Brauerei, das sich sehen lassen kann. Gute ausgeprägte Fruchtnoten und eine moderate Hopfenbittere machen dieses Bier aus. Rating: 9/10