Mr. President – BrewDog

Sorte: Double IPA
Brauerei: BrewDog
Name: Mr. President
ABV: 9,2 %
Rating: 8/10

Eines der Biere, welches ich auf meiner Hamburg Reise im BrewDog St. Pauli getrunken habe, wollte ich euch nicht vorenthalten.

Das Mr. President von BrewDog ist ein Double IPA mit einschlagenden 9,2 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Bier in einem dunklen gelb bis orange mit gut ausgeprägter dichter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich vielfältige Aromen an Citrusfrucht, Pfirsich und Trockenfrüchten breit. Eine angenehme Süßlichkeit kommt ebenfalls hinzu.

Geschmack:
Weich und cremig kommt der Antrunk daher.
Im Nachgang zeigt sich viel Karamell und Trockenobst auf der Zunge, zudem stoßen Citrus und Pfirsich hinzu.
Etwas Toffee legt sich zum Ende hin auf die Zunge. Das Bier schließt ab mit einer verstärkten Hopfenbittere.

Fazit: Ein super spannendes IPA, mit einer sehr interessanten Aromatik, gerne mehr davon!

Yeah Yeah Yeah

Übersicht:
Sorte: Brut IPA (DDH)
Brauereien: Magic Rock Brewing &
Wylam
Name: Yeah Yeah Yeah
ABV: 6,5 %
Raiting: 8,5/10

Knochentrocken und sehr fruchtig, das sind die neuen typischen Brut IPA’s! Der Clou: Die Restsüße im Bier wird hier stark reduziert.

Dadurch können dann die fruchtigen Aromen des Hopfens stärker in den Vordergrund drängen. Außerdem soll das Bier so kaum Bittereinheiten enthalten.

Dies geschieht durch speziell eingesetzte  Hefen oder Enzyme.

Zum ersten Mal wurde diese Art des IPA’s 2017 in San Franzisco von Social Kitchen & Brewery gebraut.

Es gibt aktuell einige namhafte deutsche Vertreter dieser Sorte, zum einen Kehrwieder mit ihrem Sonoma IPA, oder auch Yankee & Kraut mit Dry Humor.

Natürlich wird auch mit diesem Bierstil wieder mehr experimentiert, einige setzen dann auch neben Fruchtigkeit auf Würzigkeit, wie bei dem Bier, das ich vorstellen möchte: Das „Yeah Yeah Yeah“, DDH Brut IPA, ein Collabsud von Magicrock Brewing und Wylam aus England.

Das Brut IPA geht hellorange mit wenig Schaumentwicklung im Glas auf.

In der Nase riecht es nach Ananas, Litschi und Mango, zudem aber auch würzig nach Zimt und Pfeffer, dazu gesellt sich eine leichte Piniennote.

Im Antrunk gestaltet sich das Brut weich und mild, im Nachtrunk bündelt sich wieder das fruchtige mit dem würzigen. Zuerst kommt es etwas harzig daher, dazu ein leichtes Zimtaroma und etwas stärker Pfeffer. Zum Ende hin zeichnet sich eine überragende Mangonote ab und das IPA wird mit einem knochentrockenen Abschluss veredelt.

Fazit: Ein tolles Brut IPA mit spannenden Geruchs- und Geschmackskomponenten. Ein fruchtig-würziges IPA mit trockenem Abgang trinkt man nicht alle Tage, ich kann es getrost jedem empfehlen, der diesen Stil mag oder mal ausprobieren möchte.

Shake The World, Freak Out

Übersicht:
Sorte: Milkshake Pale Ale
Brauerei: Ale Browar
Name: Shake the World
ABV: 5,0 %

Heute möchte ich 2 Biere der Brauerei AleBrowar aus Polen vorstellen. Vielleicht ist diese einigen durch den Collab Brew mit Himburgs Braukunstkeller schon bekannt. Sie brauten zusammen das Herr Axolotl, eine Berliner Weiße, die mit Himbeeren verfeinert wurde. Ein wirklich großartgies Bier, welches ich auf der Craftbeermesse in Mainz direkt am Stand verkosten durfte.

Jetzt zu den Bieren: Zum einen das Shake the World, Milkshake Pale Ale und das Freak Out, New England IPA z Marakuja. Beide kommen in der 0.5 Liter Flasche und in einem auffälligen und auch sehr aufwändigen Design, das sehr anspricht.
Das Shake the World, speziell gebraut mit Vanille und Laktose mit 5,0 % ABV besticht durch seine tiefenorangene naturtrübe Farbe mit gut augeprägten cremigen Schaum.

Der Geruch, ist wie der Name schon betitelt stark vanillelastig, dazu treten Früchte an Mango und Pfirsisch.
Der Antrunk präsentiert sich leicht süsslich und cremig. Im Nachtrunk bilden sich neben Vanille auch jetzt milkshakeartige Noten durch. Die Frucht verblasst hier etwas, es sind aber noch Nuancen von Mango zu spüren. Das Bier findet sein Ende mit einer angenehmen Hopfenbittere, währenddessen können sich die Aromen noch gut auf der Zunge halten.


Abschließend ist zu sagen, das das Bier sehr aromareich und die Zugabe von Vanille und Laktose üppig war. Es war wirklich mal etws anderes, aber ich wäre wahrscheinlich auch mit weniger Inhalt zufrieden gewesen, da es die Geschmacksnerven stark beansprucht. Raiting: 8/10

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Ale Browar
Name: Freak Out
ABV: 5,2 %


Das Freak Out mit 5,2 % ABV als NEIPA hat im Vergleich zu anderen Bieren seiner Art deutlich weniger Alkoholgehalt.
Es wurde, wie auch hier der Name vermuten lässt, mit Maracuja gebraut.
Farblich ist es vom Milkshake IPA
kaum zu unterscheiden, hat auch die gleiche üppige Schaumkrone.


Geruchstechnisch prägt sich hier eine ganze Palette an Aromen aus. Bestechende Säuerlichkeit plus hervorgehobene Fruchtigkeit der Passionsfrucht, die wirklich gut durchkommt. Was jedoch nicht verwunderlich ist, da diese ja hinzu gegeben wurde. Außerdem kommen noch Zitrusfrüchte hinzu. Das Bier strahlt zudem eine tolle Frische aus.


Geschmacklich wirkt es auch hier wieder cremig und weich, und es kommt zu einer soliden Fruchtigkeit. Insgesamt könnte es aber auch noch mehr Power an Frucht geben, das fällt leider noch etwas flach aus. Auch hier wird, wie oft gewohnt bei diesem Bierstil an der Hopfenbittere gespart.


Abschließend ist hier zu sagen, dass der Geruch mehr versprochen hat als der Geschmack. Die Fruchtigkeit war gut vorhanden, hätte aber gerne ausgeprägter und kräftiger sein können. Jedoch trotzdem ein gutes Bier, dass man sich ab und an gerne gönnen kann und dabei keineswegs etwas falsch macht.

Raiting: 7/10

Mr. Yeast and Mr. Haze

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Sudden Death Brewing
Name: Mr. Yeast and Mr. Haze
ABV: 7,0 %

Winter: Zeit für schwere Biere und intensive Stouts. Aber, dass es durchaus mal fruchtig sein darf und dennoch zu dieser kalten Jahreszeit angemessen, beweist mal wieder Sudden Death Brewing. Zwei Männer mit einer Mission: Kreatives Bier, welches aus der Masse heraussticht und auch in der Craftszene auffällt. Sie brauen aktuell noch als Gypsy Brewer in der Klüvers Brauerei am Timmendorfer Strand. Neben ihrem Fabel für Eishockey haben sie sich vor ein paar Jahren dann an den Sudkessel begeben und in der deutschen Craft-Szene mal ordentlich Wind gemacht. Ihr Markenzeichen sind die fruchtbetonten NEIPA‘s, seit neuestem können sie aber auch tolle Stouts wie zum Beispiel das Cinnamon Bun mit Zimtschneckenextrakt und weiteren Zutaten oder ein West Coast IPA, gutes Pils können sie auch.
Ihre NEIPA Reihe Monsters of New England müsste mittlerweile jedem Bier- und Craftbierfanatiker bekannt sein.
Das neueste Werk ist das Mr. Yeast and Mr. Haze mit knackigen 7,0 % ABV.
Es wurde speziell mit Haferflocken und Laktose gebraut. Die Hopfensorten bestehen aus Mosaic, Galaxy, Vic Secret. Zudem wird eine besondere Hefe, nämlich die London Fog (Nebel) Hefe verwendet.
Jetzt zum Bier:
Im Glas erscheint es schön naturtrüb hellorange mit einer eher geringeren Schaumkrone.
In der Nase dominiert Ananas, Kiwi und Mango, zudem tritt außerem eine leichte Harzigkeit.
Der Antrunk ist weich und cremig, im Nachtrunk bilden sich Ananas und Mango gut aus und verteilen sich wunderbar im Mundraum. Zum Abschluss erfolgt eine stärkere Hopfenbittere, die noch ein bisschen auf der Zunge bleibt. Alles in allem wieder ein typisches Bier dieser Brauerei, das sich sehen lassen kann. Gute ausgeprägte Fruchtnoten und eine moderate Hopfenbittere machen dieses Bier aus. Rating: 9/10