Rodenbach Vintage

Sorte: Flanders Red Ale (BA)
Brauerei: Rodenbach
Name: Rodenbach Vintage
ABV: 7,0 %
Rating: 9/10

Heute stelle ich euch das Rodenbach Vintage, ein Flanders Red Ale vor, welches im Eichenfass gereift wurde. Es kommt auf 7,0 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt es hellbraun mit leicht rötlichen Tönen. Zudem ist eine leicht ausgeprägte weiße Schaumkrone vorhanden.

Geruch:
In der Nase besticht ein tolles Aroma an Erdbeere, Schokolade und Essig.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich relativ leicht, mit einem weichen und cremigen Mundgefühl, dazu bildet sich auch schon eine leichte Säuerlichkeit aus.

Im Nachgang kommt ein tolles Erdbeeraroma in Verbindung mit etwas Schokolade zur Geltung. Dazu gesellt sich wieder eine Menge Essig, aber jetzt kommt auch noch Citrusfrucht durch.

Hinten raus bleibt ein stärker säuerliches Aroma auf der Zunge hängen.

Fazit: Die Kombination aus Schokolade und Erdbeere mit einer passenden Säuerlichkeit und einem cremigen Mundgefühl ergeben ein tolles Flanders Red Ale!

Vesterbro Chinese Food

Sorte: Lager
Brauerei: Mikkeller
Name: Vesterbro Chinese Food
ABV: 4,5 %
Raiting: 8,5/10

Immer häufiger gibt es Biere, denen krasse Gewürzmischungen im Sudkessel hinzugegeben werden. Meist ist es aber auch einfach Pfeffer. Das gibt dem oft fruchtigen Charakter einen super würzigen Beigeschmack und sorgt zudem für geschmackliche Überraschungen auf der Zunge.

Das gerade Mikkeller abgefahrene Sachen macht, bzw. braut ist mittlerweile bekannt.

Heute stelle ich euch in diesem Zuge das Vesterbro Chinese Food vor. Dabei handelt es sich um ein Lager, welches mit grünem Sichuanpfeffer gebraut wurde.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem dunkel orange mit massiver Schaumentwicklung.

Geruch:
In der Nase sehr dominant Pfeffer, ein wirklich tolles würziges Aroma, dass da in die Nase zieht. Daneben etwas Citrus und Koriander.

Geschmack:
Im Antrunk leicht, schlank und würzig. Der Nachtrunk ist wieder sofort intensiv und fast ausschließlich von Pfeffer und anderen Gewürzen geprägt,
zum Ende hin kommt noch etwas Citrus um die Ecke bevor sich das Bier mit einer geringen Hopfenbittere verabschiedet.

Auf der Zunge hält sich weiterhin ein würziges Aroma.

Fazit: Welch herrlich erfrischend leichtes Bier. Der Pfeffer passt ungemein gut in dieses doch etwas ungewöhnliche aber passende Feierabendbier!

Pilsner v1


Sorte: American Pilsner
Brauerei: Cloudwater Brewing Co.
Name: Pilsner v1
ABV: 5,5 %
Raiting: 8/10

Bei Craftbeer denkt man oft direkt an IPA, es gibt eine Menge Brauereien die das ein oder andere India Pale Ale brauen, so manch andere haben sich sogar darauf spezialisiert.

Aber wie sieht es eigentlich mit Pils aus? Dieser Stil wird vor allem in der Craftbier Szene oft übersehen oder vergessen.
Dabei kann man doch dabei auch einiges experimentieren.

Heute möchte euch in diesem Zuge das Pilsner von Cloud Water vorstellen.

Hierbei handelt es sich um ein American Pilsner mit 5,5 % ABV.

Aussehen:
Ein wunderschönes helles kristallklares gold gelb ziert das Glas, mit einer für das Pilsner gewohnte gut ausgeprägte Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sammeln sich spritzige Citrusaromen, Orange, Grapefruit und etwas Gras.

Geschmack:
Der Nachtrunk gestaltet sich weich und etwas bitter, im Großen und Ganzen aber noch sehr zurückhaltend.

Im Nachgang kommt die Citrusfrucht wieder super zur Geltung, vollgepackt mit Grapefruitaroma und grasigen Nuancen.

Zum Ende hin findet sich das Pils mit seiner artgerechten Hopfenbittere und einem trockenen Finish.

Fazit: Hier zeigt sich, dass es eben auch mal ein gutes Pils sein kann.
Ich finde es toll, dass sich Craftbrauereien so langsam wieder an das Pils hinanwagen.

Auch andere gute Vertreter bei Craft-Pils: Skill Pils von Freigeist Bierkultur, Pils Brosnan von Sudden Death Brewing, Fastsmoker von Wildwuchs, Beverly Pils von Mashsee, Pepper Pils von Welde & Himburgs Braukunstkeller.

Yeah Yeah Yeah

Übersicht:
Sorte: Brut IPA (DDH)
Brauereien: Magic Rock Brewing &
Wylam
Name: Yeah Yeah Yeah
ABV: 6,5 %
Raiting: 8,5/10

Knochentrocken und sehr fruchtig, das sind die neuen typischen Brut IPA’s! Der Clou: Die Restsüße im Bier wird hier stark reduziert.

Dadurch können dann die fruchtigen Aromen des Hopfens stärker in den Vordergrund drängen. Außerdem soll das Bier so kaum Bittereinheiten enthalten.

Dies geschieht durch speziell eingesetzte  Hefen oder Enzyme.

Zum ersten Mal wurde diese Art des IPA’s 2017 in San Franzisco von Social Kitchen & Brewery gebraut.

Es gibt aktuell einige namhafte deutsche Vertreter dieser Sorte, zum einen Kehrwieder mit ihrem Sonoma IPA, oder auch Yankee & Kraut mit Dry Humor.

Natürlich wird auch mit diesem Bierstil wieder mehr experimentiert, einige setzen dann auch neben Fruchtigkeit auf Würzigkeit, wie bei dem Bier, das ich vorstellen möchte: Das „Yeah Yeah Yeah“, DDH Brut IPA, ein Collabsud von Magicrock Brewing und Wylam aus England.

Das Brut IPA geht hellorange mit wenig Schaumentwicklung im Glas auf.

In der Nase riecht es nach Ananas, Litschi und Mango, zudem aber auch würzig nach Zimt und Pfeffer, dazu gesellt sich eine leichte Piniennote.

Im Antrunk gestaltet sich das Brut weich und mild, im Nachtrunk bündelt sich wieder das fruchtige mit dem würzigen. Zuerst kommt es etwas harzig daher, dazu ein leichtes Zimtaroma und etwas stärker Pfeffer. Zum Ende hin zeichnet sich eine überragende Mangonote ab und das IPA wird mit einem knochentrockenen Abschluss veredelt.

Fazit: Ein tolles Brut IPA mit spannenden Geruchs- und Geschmackskomponenten. Ein fruchtig-würziges IPA mit trockenem Abgang trinkt man nicht alle Tage, ich kann es getrost jedem empfehlen, der diesen Stil mag oder mal ausprobieren möchte.

Winterwunder

Übersicht:
Sorte: Bock
Brauerei: Vulkan Bräu
Name: Winterwunder
ABV: 7, 1 %

Wie schön, dass es hier zu Lande nun etwas geschneit hat. Dazu kommt das Winterwunder, einer Brauspezialität aus dem Hause Vulkan Bräu doch gerade recht. Neben den üblichen Zutaten kommen hier Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Muskat in den Sud. Also die volle Ladung. Auch wenn Weihnachten längst vorüber ist, passt es auch hervorragend in den Januar.


Dunkelorange mit normal ausgeprägter dichter Schaumkrone lässt es sich im Glas erblicken.
In der Nase sind einige Gewürze sofort heraus zu filtern wie unter anderem Anis, Nelken, Zimt und Kardamom. Der Antrunk gestaltet sich mild und angenehm würzig.
Der Nachtrunk präsentiert sich malzbetont mit starken Noten an Kardamom, Zimt und Nelken.
Eine feine Hopfenbittere beendet das Winterwunder.


Fazit: Die Aromenvielfalt ist hier gut ausgeprägt, wobei für meinen Geschmack die Gewürze vor allem Kardamom vielleicht etwas zu stark auftreten. Trotzdem ein richtig gutes Bier, welches ich auch nochmal trinken würde.
Raiting: 7/10

DDH Pale v2

Übersicht:
Sorte: Pale Ale
Brauerei: Cloudwater
Name: DDH Pale Ale v2
ABV: 5,5 %

Heute möchte ich euch ein Bier von Cloudwater Brew Co aus Manchester, England vorstellen. Dieses Bier wurde speziell für die Beardless Beer Week 2018 gebraut. Ein Craftbeer Festival organisiert von Manchesters Crown & Kettle und Woman on Tap. Denn wie beardless = bartlos schon andeutet, geht es hier um Frauen, die Ideen entworfen oder auch selbst am Sudkessel gestanden haben.


Jetzt zum Bier: Gebraut wurde ein DDH Pale Ale (DDH Pale v2) mit 5,5 % ABV.
Ein tolles Dosendesign erstellt von Nizaket Sinanovska. Der Inhalt spricht Bände. Im Glas ein schönes hellorange mit gut ausgeprägter Schaumkrone.


In der Nase ist es sehr hopfig, zudem florale grasige und harzige Noten. Dazu kommt eine ausgewogene Fruchtigkeit an Manderine, Mango und etwas Citrus.
Der Antrunk ist cremig und weich, der Nachtrunk präsentiert sich kräftig mit viel Manderine und Citrus. Eine gute und nicht zu starke Hopfenbittere beendet den Trinkspaß und lässt das vollmundige Bier sanft zu Ende kommen. Einziger Kritikpunkt ist hier, dass die tollen Fruchtnoten nicht allzulange auf der Zunge haften.


Ein tolles Teil, was sich auf jeden Fall zu kaufen lohnt. Mich hat es geschmacklich etwas an das 7:45 Escaltion von Crew Republic erinnert, vielleicht kennen einige von euch diese tolle Brauerei aus der Nähe von München. Auch wenn es sich dabei um ein Double IPA mit 8,3 % handelt, kam dieses DDH Pale Ale vom Aroma her auf jeden Fall in diese Richtung.

Raiting: 8/10

Shake The World, Freak Out

Übersicht:
Sorte: Milkshake Pale Ale
Brauerei: Ale Browar
Name: Shake the World
ABV: 5,0 %

Heute möchte ich 2 Biere der Brauerei AleBrowar aus Polen vorstellen. Vielleicht ist diese einigen durch den Collab Brew mit Himburgs Braukunstkeller schon bekannt. Sie brauten zusammen das Herr Axolotl, eine Berliner Weiße, die mit Himbeeren verfeinert wurde. Ein wirklich großartgies Bier, welches ich auf der Craftbeermesse in Mainz direkt am Stand verkosten durfte.

Jetzt zu den Bieren: Zum einen das Shake the World, Milkshake Pale Ale und das Freak Out, New England IPA z Marakuja. Beide kommen in der 0.5 Liter Flasche und in einem auffälligen und auch sehr aufwändigen Design, das sehr anspricht.
Das Shake the World, speziell gebraut mit Vanille und Laktose mit 5,0 % ABV besticht durch seine tiefenorangene naturtrübe Farbe mit gut augeprägten cremigen Schaum.

Der Geruch, ist wie der Name schon betitelt stark vanillelastig, dazu treten Früchte an Mango und Pfirsisch.
Der Antrunk präsentiert sich leicht süsslich und cremig. Im Nachtrunk bilden sich neben Vanille auch jetzt milkshakeartige Noten durch. Die Frucht verblasst hier etwas, es sind aber noch Nuancen von Mango zu spüren. Das Bier findet sein Ende mit einer angenehmen Hopfenbittere, währenddessen können sich die Aromen noch gut auf der Zunge halten.


Abschließend ist zu sagen, das das Bier sehr aromareich und die Zugabe von Vanille und Laktose üppig war. Es war wirklich mal etws anderes, aber ich wäre wahrscheinlich auch mit weniger Inhalt zufrieden gewesen, da es die Geschmacksnerven stark beansprucht. Raiting: 8/10

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Ale Browar
Name: Freak Out
ABV: 5,2 %


Das Freak Out mit 5,2 % ABV als NEIPA hat im Vergleich zu anderen Bieren seiner Art deutlich weniger Alkoholgehalt.
Es wurde, wie auch hier der Name vermuten lässt, mit Maracuja gebraut.
Farblich ist es vom Milkshake IPA
kaum zu unterscheiden, hat auch die gleiche üppige Schaumkrone.


Geruchstechnisch prägt sich hier eine ganze Palette an Aromen aus. Bestechende Säuerlichkeit plus hervorgehobene Fruchtigkeit der Passionsfrucht, die wirklich gut durchkommt. Was jedoch nicht verwunderlich ist, da diese ja hinzu gegeben wurde. Außerdem kommen noch Zitrusfrüchte hinzu. Das Bier strahlt zudem eine tolle Frische aus.


Geschmacklich wirkt es auch hier wieder cremig und weich, und es kommt zu einer soliden Fruchtigkeit. Insgesamt könnte es aber auch noch mehr Power an Frucht geben, das fällt leider noch etwas flach aus. Auch hier wird, wie oft gewohnt bei diesem Bierstil an der Hopfenbittere gespart.


Abschließend ist hier zu sagen, dass der Geruch mehr versprochen hat als der Geschmack. Die Fruchtigkeit war gut vorhanden, hätte aber gerne ausgeprägter und kräftiger sein können. Jedoch trotzdem ein gutes Bier, dass man sich ab und an gerne gönnen kann und dabei keineswegs etwas falsch macht.

Raiting: 7/10

Mr. Yeast and Mr. Haze

Übersicht:
Sorte: NEIPA
Brauerei: Sudden Death Brewing
Name: Mr. Yeast and Mr. Haze
ABV: 7,0 %

Winter: Zeit für schwere Biere und intensive Stouts. Aber, dass es durchaus mal fruchtig sein darf und dennoch zu dieser kalten Jahreszeit angemessen, beweist mal wieder Sudden Death Brewing. Zwei Männer mit einer Mission: Kreatives Bier, welches aus der Masse heraussticht und auch in der Craftszene auffällt. Sie brauen aktuell noch als Gypsy Brewer in der Klüvers Brauerei am Timmendorfer Strand. Neben ihrem Fabel für Eishockey haben sie sich vor ein paar Jahren dann an den Sudkessel begeben und in der deutschen Craft-Szene mal ordentlich Wind gemacht. Ihr Markenzeichen sind die fruchtbetonten NEIPA‘s, seit neuestem können sie aber auch tolle Stouts wie zum Beispiel das Cinnamon Bun mit Zimtschneckenextrakt und weiteren Zutaten oder ein West Coast IPA, gutes Pils können sie auch.
Ihre NEIPA Reihe Monsters of New England müsste mittlerweile jedem Bier- und Craftbierfanatiker bekannt sein.
Das neueste Werk ist das Mr. Yeast and Mr. Haze mit knackigen 7,0 % ABV.
Es wurde speziell mit Haferflocken und Laktose gebraut. Die Hopfensorten bestehen aus Mosaic, Galaxy, Vic Secret. Zudem wird eine besondere Hefe, nämlich die London Fog (Nebel) Hefe verwendet.
Jetzt zum Bier:
Im Glas erscheint es schön naturtrüb hellorange mit einer eher geringeren Schaumkrone.
In der Nase dominiert Ananas, Kiwi und Mango, zudem tritt außerem eine leichte Harzigkeit.
Der Antrunk ist weich und cremig, im Nachtrunk bilden sich Ananas und Mango gut aus und verteilen sich wunderbar im Mundraum. Zum Abschluss erfolgt eine stärkere Hopfenbittere, die noch ein bisschen auf der Zunge bleibt. Alles in allem wieder ein typisches Bier dieser Brauerei, das sich sehen lassen kann. Gute ausgeprägte Fruchtnoten und eine moderate Hopfenbittere machen dieses Bier aus. Rating: 9/10