Lemke- Die 4 Berliner Weisse Versionen

Der Stil Berliner Weisse wurde vor einigen Jahren wieder belebt und es gibt seitdem einige tolle Biere dieses Stils. Vor allem die Berliner Brauerei Lemke hat diesen nochmal richtig aufleben lassen. Sie haben gleich 4 verschiedene Arten gebraut,und eben diese möchte ich euch heute vorstellen. Sie sind alle mit Brettanomyces und Lactobacillus fermentiert.

1.
Name: Waldmeister Weisse
ABV: 4,0 %
Rating: 8/10

Die Waldmeister Weisse wurde wie der Name vermuten lässt einige Zeit auf echtem Waldmeister gelagert. Sie kommt auf 4,0 % ABV.

Aussehen:
In einem bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumentwicklung erblickt die Waldmeister Weisse im Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark kräuterige und leicht säuerliche Aromen breit.

Geschmack:
Auf die Zunge legt sich ein angenehmer Mix aus Spargel, Basilikum und Waldmeister, eine leichte säuerliche Note ummantelt diese interessante Kombination.

2.
Name: Himbeer Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 7,5/10

Wenn es eine Waldmeister Weisse gibt, dann ist natürlich auch eine Himbeer Weisse vorhanden. Die Himbeeren wurden beim Brauen sofort mit dazu gegeben.

Aussehen:
Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles rosarot ohne jegliche Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömen starke Aromen an Himbeere verbunden mit einer leichten Säuerlichkeit.

Geschmack:
Die Himbeere überwiegt und füllt den gesamten Mundraum beträchtlich aus und dies lässt erst spät wieder nach. Auch hier ist die Säuerlichkeit nicht zu stark ausgeprägt und schmiegt sich wunderbar an die spritzige Fruchtigkeit.

3.
Name: Berliner Eiche
ABV: 3,5 %
Rating: 7/10

Das dritte Bier der Reihe ist die Berliner Eiche, sie wurde nach dem Brauvorgang, wie bereits der Name vermuten lässt, im Eichenfass gelagert.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sind allem voran spritzige Citrusfrüchte bemerkbar, dazu kommt etwas Essig mit einer angenehmen Würzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder die Essigaromatik aus dem Geruch, jedoch deutlich ausgeprägter. Die Citrusfrucht rückt etwas in den Hintergrund. Das Bier schließt relativ trocken ab.

4.
Name: Budike Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 8,5/10

Die Budike ist angelehnt an das Orginialrezept, so wie sie im 19. Jahrhundert einst gebraut wurde.
Ein Geschmackserlebnis, das es so seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Budike kommt übrigens von Boutique. Aber jetzt zum Bier:

Aussehen:
In einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumentwicklung kommt das Bier ins Glas.

Geruch:
In der Nase sind sofort angenehme Noten an Essig, Äpfeln und Sauergurken.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist gepräggt von einer mittleren Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich schnell wieder viel Essig und Gurke, auch Citrusfrucht kommt nun durch. Hinten raus zeigt sich wieder eindrucksvoll eine stärkere aber super angenehme Säuerlichkeit.

Fazit:
Alle 4 Biere haben mir sehr gut gefallen. Das Highlight für mich die Budike Weisse. Was ist eurer Favorit?

Außergewöhnliche Zutaten im Bier – Omnipollo

Biere mit zusätzlichen Zutaten sind aktuell keine Seltenheit mehr. Die meisten kennen Imperial Stouts mit Vanille oder Schokolade, IPA’s zusätzlich mit Früchten versetzt. Aber es gibt natürlich auch wirklich einen außergewöhnlichen Mix an Zutaten, die ins Bier wandern. Jetzt die Frage… Schmeckt das dann überhaupt noch?

Die Frage beantwortet ein Bier, das ich vor kurzem verkostet habe. Hierbei handelt es sich um eine Gose von Omnipollo.

Der Name lässt schon einiges auf das durchaus verrückte Bier schließen.

Genannt wird das Bier: Bianca Blueberry Maple Chocolate Peanut Butter Pancake Lassi Gose. Sie kommt auf 7,0 % ABV und wurde wie der lange Name schon ahnen lässt, mit Blaubeeren, Schokolade, Erdnussbutter, Ahornsirup, Laktose und Salz gebraut.

Aussehen:
Ins Glas kommt das Bier in einem dunklen lila mit stark ausgeprägter cremiger rosafarbenen Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich krasse Aromen an Erdnuss und Blaubeeren breit. Zusammen mit etwas Malz und erdigen Noten.

Geschmack:
Spätestens jetzt wird es abgedreht. Der Antrunk kommt super weich und cremig, ja auch schon etwas dickflüssig daher und kombiniert schon süße und säuerliche Noten.
Im Nachgang wird es dann richtig abenteuerlich. Erst zeigt sich die Nuss mit süßlichen Noten präsent, dann kommt eine stärkere Säuerlichkeit mit den Blaubeeren zum Tragen. Direkt im Anschluss gesellt sich noch Ahornsirup hinzu, bevor sich das Bier mit etwas Schokolade und Kokosnuss verabschiedet.

Fazit: Ein verdammt komplexes, verrücktes aber sehr spannendes Bier.

Meiner Meinung nach passen die Aromen super zusammen und sorgen für eine wahnsinnige Geschmacksexplosion.

Bier mit Steinpilzen. Schmeckt das?

Ihr wolltet schon immer mal ein Bier mit Pilzen trinken? Heute stelle ich euch 2 Biere vor, in der unter anderem die Zutat Steinpilz vorkommt und was es so mit dem Bier anstellt. Diese Kuriosität hat man ja wirklich nicht häufig.

Das erste Bier, das ich vorstellen möchte, ist das Porcini. Hierbei handelt es sich um einen Imperial Baltic Porter. Dieser wurde mit einigen Rauchmalzen und eben Steinpilzen gebraut.

Sorte: Imperial Baltic Porter
Brauerei: Pohjala
Name: Porcini
ABV: 9,0 %
Rating: 7/10

Aussehen:
Das Porcini kommt tiefschwarz, mit normal ausgeprägter leicht beiger Schaumkrone ins Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark rauchig-malzige Aromen breit.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich und angenehm cremig.
Auch im Nachtrunk zeigt sich die Rauchigkeit weiter stark präsent, hinzu tritt im weiteren Verlauf eine angenehme Note an Schokolade. Hinten raus lassen sich tatsächlich leichte Nuancen an Pilzen wahrnehmen, bevor das Bier sein Ende in einer ausgeprägten Röstmalzigkeit findet.

Das Stout Porcini + Cacao stellt wie der Name schon sagt ein Imperial Stout dar, welches mit Steinpilzen und Kakao gebraut wurde. Das Bier entstand aus einem Collabsud von North Brewing und Broaden & Build.

Sorte: Imperial Stout
Brauerei: North Brewing & Broaden & Build
Name: Stout + Porcini + Cacao
ABV: 8,0 %
Rating: 9/10

Aussehen:
Das Stout Porcini + Cacao kommt ebenfalls tiefschwarz ins Glas. Hier zeigt sich die leicht beige Schaumkrone allerdings deutlich ausgeprägter als beim Porcini von Pohjala.

Geruch:
In die Nase strömen stark würzige Noten, dazu kommt jetzt hier schon eine deutliche Note an Steinpilz hinzu, welche im Nachklang von Kakao und Zartbitterschokolade ummantelt wird.

Geschmack:
Der weiche und cremige Antrunk kombiniert schon wahnsinnig viel Kakao.

Im Nachtrunk ist die Schokolade jetzt sehr präsent. Kaffee und Kakao treten direkt nach und sind sehr intensiv vorhanden. Wie schon im Geruch finden sich die Steinpilze stark ein. Dazu kommt auch hier hinten raus eine stärkere Röstmalzigkeit zum Tragen, wobei die angenehme Aromatik nicht verdrängt wird.

Fazit: Ich habe mir vorher nicht vorstellen können, dass die Kombination von Schokolade und Steinpilz so hervorragend funktioniert. Auch die rauchige Variante mit den Pilzen hat das gewisses Etwas, aber mein klarer Favorit ist das Bier von North Brewing und Broaden & Build.

Frenzelbräu – Pale Ale, Pils, Dunkles, Kirsch

Frenzelbräu aus Bautzen braut eine Vielzahl an unterschiedlichen Bieren. Diese reichen von traditionell bis ausgefallen. Da ist sicher für jeden Bierliebhaber was dabei!

Heute möchte ich euch gleich 4 verschiedene Sorten vorstellen. Diese bestehen aus:

Frenzels Pale Ale
Frenzels Pils
Frenzels Dunkles
Frenzels Kirsch

Sorte: Pale Ale
Name: Frenzels Pale Ale
ABV: 5,8 %
Rating: 7/10

Das erste Bier der Reihe ist das Pale Ale mit 5,8 % ABV.

Aussehen:
Im Glas ist es in einem hellen grain mit gut ausgeprägter Schaumkrone zu erblicken.

Geruch:
In der Nase locken feine Aromen an Marzipan, Trockenfrüchten. Auch eine tolle Malznote kommt zum Einsatz.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich, cremig und etwas süßlich. Im Nachgang zeigen sich wieder viele getrocknete Früchte. Vor allem Datteln und Aprikosen können sich hervorheben. Zudem kommt noch ein Hauch Orange hinzu.

Fazit: Ein sehr solides aromareiches malzbetontes Pale Ale. Kann man sich jederzeit gönnen.

Sorte: Pils
Name: Frenzels Pils
ABV: 4,8 %
Rating: 8/10

Das zweite Bier im Bunde stellt das Pils mit 4,8 % ABV dar.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Pils in einem dunklen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömt ein für ein Pils ausgefallenes Aroma an Honig, Senf und Citrusfrucht.

Geschmack:
Auf den weichen, cremigen und leicht süßlichen Antrunk, der von einer erhöhten Rezenz geprägt ist,folgt im Nachgang wieder eine angenehme Honig-Senf Note, welche von viel Getreide begleitet wird. Es kommt alles sehr harmonisch daher. Das Bier findet sein Ende mit einer moderaten Hopfenbittere.

Fazit: Ein spannendes Pils, das man so auch nicht oft trinkt! Erfrischend und zugleich sehr aromareich!

Sorte: Dark Lager
Name: Frenzels Dunkels
ABV: 5,0 %
Rating: 9/10

Das dritte Bier, das ich euch nun von Frenzelbräu vorstelle, ist das Dunkle mit 5,0 % ABV.

Aussehen:
Im Glas zeigt es sich in einem tiefen schwarz mit kriecht ausgeprägter beiger Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sammeln sich stärker schokoladige, aber auch würzige Aromen, begleitet wird dies von einer angenehmen Malzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder eine sehr angenehme Schokoladennote, auch einige Gewürze tanzen auf der Zunge, der tolle Malzkörper bindet sich hervorragend aus.

Fazit: Eins der besten Dark Lager, die ich je getrunken habe! Eine super schokoladige Note, die sich mit Gewürzen und einem tollen Malzkörper einfindet.

Sorte: Fruitbeer
Name: Frenzels Kirsch
ABV: 4,6 %
Rating: 6/10

Das letzte Bier stellt das Kirschbier mit 4,6 % ABV dar.

Aussehen:
Im Glas findet sich das Kirschbier im einem dunklen rot mit leicht ausgeprägter Schaumkrone ein.

Geruch:
In der Nase ist sofort eine starke Süßlichkeit präsent. Dazu präsentiert sich natürlich auch viel Kirsche.

Geschmack:
Auf den weichen süßlichen und fruchtigen Antrunk zeigt sich auch wieterhin im Abgang eine geballte Power an Kirsche zusammen mit Kandiszucker und einer ausgeprägten Malzigkeit.

Fazit: Ein relativ süßliches Kirschbier, jedoch weiterhin erfrischend.

Wer jetzt durstig geworden ist kann sich gerne auf: www.frenzel-braue.de ordentlich eindecken!

Es darf auch Bier zum Essen sein.


Zum Weihnachtsessen muss es immer Wein sein? Nein! Ich habe verschiedene Biere zum Essen verkostet, die ich euch heute vorstellen möchte.

Das erste Bier des Abends, gedacht als Aperitif war eine Gueuze.

Sorte: Gueuze
Brauerei: Lindemans
Name: Gueuze
ABV: 5,0 %
Rating: 7/10

Im Glas leuchtet die Gueuze in einem dunklen bernsteinfarben mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.
Sie überzeugt sofort mit Noten an grünem Apfel, Essig und einer feinen Orangennote. Auch geschmacklich kann sich all das mit einer stärker süßlichen und im Abgang säuerlichen Note halten. Ein toller Einsteiger für den Abend!

Zum rheinischen Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, kam mir ein Flanders Red Ale gerade recht.

Sorte: Flanders Red Ale
Brauerei: Rodenbach
Name: Charaktere Rouge
ABV: 7,0 %
Rating: 8/10

In einem dunklen rosa mit fast keiner Schaumentwicklung kommt das Flanders Red Ale ins Glas. In der Nase tummeln sich bereits tolle Aromen an Essig, Erdbeere und Rotwein, gepaart mit etwas Holz und einer stärkeren Säuerlichkeit.
Auch im Geschmack überzeugen fruchtige Noten an Erdbeer mit Holz und einer gut ausgewogen Essignote. Die Rezenz ist hier deutlich erhöht, aber das ist nicht wirklich störend. Eine tolle Säuerlichkeit macht sich zum Ende hin im Mundraum breit.

Zum abschließenden Dessert aus verschiedenen Eiskreationen und Pudding gab es ein Barrel Aged Imperial Stout.

Sorte: Imperial Oatmel Stout (BA)
Brauerei: Pohjala
Name: Vahtra
ABV: 10,8 %
Rating: 8,5/10

Das Vahtra wurde mit Blaubeeren und Ahornsirup gebraut und anschließend im Bourbonfass gereift.

Schon in der Nase zeigt sich eine wunderbare Bourbon Aromatik, zusammen mit viel Zartbitterschokolade und geröstetem Malz. So geht es dann auch auf der Zunge im Anschluss weiter. Dickflüssig, ja schon likörig legt sich das Vahtra nieder. Das schwere Bier zeigt weiterhin Bourbon, Schokolade und ein Hauch Blaubeeren. Auch der Ahornsirup kommt ein bisschen zum Tragen.
Hinten raus zieht sich eine leicht alkoholische Note hinzu, bevor der Imperial Oatmel Stout sein Ende findet.

Fazit: Ein insgesamt fantastisches Essen mit einer herausragend passenden Auswahl an Bieren. Da ist wirklich kein Wein notwendig. Es gibt genügend Bierstile, die sich wahrlich gut mit verschiedenem Essen kombinieren lassen.

Rauchbiere

Sorte: Rauchbier

Brauereien: Weiherer, Schlenkerla, Deutsche Kreativbrauer, Grohe

Namen: Weiherer Rauch, Helles Schlenkerla Lagerbier, Kreativsud #2, Smoky Heiner

ABV: 5,3 %, 4,3 %, 6,6 %, 5,1 %

Rating: 7/10, 6,5/10, 8/10, 9/10

Rauchbiere. Eine echte Eigenart was Bier angeht.

Bekannt müsste es den meisten durch die berühmte Rauchbierbrauerei Schlenkerla aus Bamberg sein.

Aber es gibt auch noch andere tolle Vertreter für gutes Rauchbier.

Aus diesem Grund habe ich mal 4 Rauchbiere parallel verkostet, die ich jetzt hier vorstellen möchte.  Darunter auch eins von Schlenkerla.

Ich beginne mit dem Weiherer Rauch aus Viereth- Trunstadt (Bayern):

Dieses Bier hat schon zahlreiche Preise abgeräumt wie z. B. den European Beer Star oder den International Craft Beer Award!

Aussehen:

Im Glas ist ein helles bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumausprägung zu sehen.

Geruch:

In der Nase zeigt sich sofort eine fulminante Rauchnote mit viel Räucherschinken.

Geschmack:

Schon im weichen Antrunk sind rauchige Aromen wahrnehmbar. Der kräftige Nachtrunk  zeigt auch wenig Veränderung wie schon im Geruch. Es legen sich starke Rauchnoten und Räucherschinken auf der Zunge nieder. Diese können sich auch im weiteren Verlauf gut halten.

Das zweite Rauchbier: Helles Schlenkerla Lagerbier:

Schlenkerla macht ja viele verschiedene Rauchbiere. Das Helle ist ein etwas leichter gehaltenes.

Aussehen:

Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles gelb mit normal ausgeprägter Schaumentwicklung.

Geruch:

Im Geruch macht sich neben leichten Rauchnoten noch viel Heu breit.

Geschmack:

Der Antrunk gestaltet sich rauchig mit etwas Heu, aber jetzt finden sich auch Citrusaromen im Mundraum ein. Im Nachgang kommt das Heu wieder stark zur Geltung, zusammen mit einer angenehmen Rauchnote. Zum Ende bildet sich noch etwas Citrus aus, bevor das Bier mild sein Ende findet.

Das dritte Bier im Bunde ist das Kreativsud #2 (Besonderes Starkbier) zusätzlich gebraut mit Kümmel, Wacholder und Salz von Deutsche Kreativbrauer aus Oberelsbach (Bayern). Es wurde zudem historisches Spiegel- und Chevalliergerstenmalz verwendet.

Aussehen:

In einem tollen kupferfarben gleitet der Kreativsud ins Glas. Eine leichte Schaumentwicklung ist zu sehen.

Geruch:

In der Nase nehme ich hier neben viel Rauch auch Grapefruit und würzige Noten wahr.

Geschmack:

Der fruchtige und zudem rauchige Antrunk, wird im Nachtrunk von viel Karamell und Trockenfrüchten begleitet. Hinten raus kommen die Raucharomen nochmal stärker durch.

Das vierte und somit letzte Rauchbier ist das Smoky Heiner von Grohe aus Darmstadt. Auffallend ist hier sofort das aufwändig gestaltete Etikett.

Aussehen:

In einem hellen braun mit ganz leichter Schaumkrone ist es im Glas zu erblicken.

Geruch:

In der Nase sammeln sich starke Noten an Bourbon, Holz und Rauch.

Geschmack:

Auch hier kommt im Antrunk eine fruchtige Komponente an Orange und Grapefruit durch.

Im Nachgang erhält man dann jedoch wieder viel Holz, Bourbon und ein stärker rauchiges Aroma. Alles wirkt aber gut aufeinander abgestimmt und tritt gleichermaßen in Erscheinung.

Fazit:

Das waren nun die 4 Rauchbiere. Da ist sicher für jeden etwas dabei, je nachdem ob man das pure Raucharoma möchte oder doch etwas fruchtig-rauchig oder eben fruchtig-würzig-rauchig.

Für mich war der klare Favorit das Smoky Heiner. Mir haben die Fruchtnoten zu Beginn mit den späteren Holz und Bourbonnoten sehr gut gefallen, das Raucharoma wirkte sehr gekonnt eingebunden.

Rodenbach Vintage

Sorte: Flanders Red Ale (BA)
Brauerei: Rodenbach
Name: Rodenbach Vintage
ABV: 7,0 %
Rating: 9/10

Heute stelle ich euch das Rodenbach Vintage, ein Flanders Red Ale vor, welches im Eichenfass gereift wurde. Es kommt auf 7,0 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt es hellbraun mit leicht rötlichen Tönen. Zudem ist eine leicht ausgeprägte weiße Schaumkrone vorhanden.

Geruch:
In der Nase besticht ein tolles Aroma an Erdbeere, Schokolade und Essig.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich relativ leicht, mit einem weichen und cremigen Mundgefühl, dazu bildet sich auch schon eine leichte Säuerlichkeit aus.

Im Nachgang kommt ein tolles Erdbeeraroma in Verbindung mit etwas Schokolade zur Geltung. Dazu gesellt sich wieder eine Menge Essig, aber jetzt kommt auch noch Citrusfrucht durch.

Hinten raus bleibt ein stärker säuerliches Aroma auf der Zunge hängen.

Fazit: Die Kombination aus Schokolade und Erdbeere mit einer passenden Säuerlichkeit und einem cremigen Mundgefühl ergeben ein tolles Flanders Red Ale!

Vesterbro Chinese Food

Sorte: Lager
Brauerei: Mikkeller
Name: Vesterbro Chinese Food
ABV: 4,5 %
Raiting: 8,5/10

Immer häufiger gibt es Biere, denen krasse Gewürzmischungen im Sudkessel hinzugegeben werden. Meist ist es aber auch einfach Pfeffer. Das gibt dem oft fruchtigen Charakter einen super würzigen Beigeschmack und sorgt zudem für geschmackliche Überraschungen auf der Zunge.

Das gerade Mikkeller abgefahrene Sachen macht, bzw. braut ist mittlerweile bekannt.

Heute stelle ich euch in diesem Zuge das Vesterbro Chinese Food vor. Dabei handelt es sich um ein Lager, welches mit grünem Sichuanpfeffer gebraut wurde.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem dunkel orange mit massiver Schaumentwicklung.

Geruch:
In der Nase sehr dominant Pfeffer, ein wirklich tolles würziges Aroma, dass da in die Nase zieht. Daneben etwas Citrus und Koriander.

Geschmack:
Im Antrunk leicht, schlank und würzig. Der Nachtrunk ist wieder sofort intensiv und fast ausschließlich von Pfeffer und anderen Gewürzen geprägt,
zum Ende hin kommt noch etwas Citrus um die Ecke bevor sich das Bier mit einer geringen Hopfenbittere verabschiedet.

Auf der Zunge hält sich weiterhin ein würziges Aroma.

Fazit: Welch herrlich erfrischend leichtes Bier. Der Pfeffer passt ungemein gut in dieses doch etwas ungewöhnliche aber passende Feierabendbier!

Pilsner v1


Sorte: American Pilsner
Brauerei: Cloudwater Brewing Co.
Name: Pilsner v1
ABV: 5,5 %
Raiting: 8/10

Bei Craftbeer denkt man oft direkt an IPA, es gibt eine Menge Brauereien die das ein oder andere India Pale Ale brauen, so manch andere haben sich sogar darauf spezialisiert.

Aber wie sieht es eigentlich mit Pils aus? Dieser Stil wird vor allem in der Craftbier Szene oft übersehen oder vergessen.
Dabei kann man doch dabei auch einiges experimentieren.

Heute möchte euch in diesem Zuge das Pilsner von Cloud Water vorstellen.

Hierbei handelt es sich um ein American Pilsner mit 5,5 % ABV.

Aussehen:
Ein wunderschönes helles kristallklares gold gelb ziert das Glas, mit einer für das Pilsner gewohnte gut ausgeprägte Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sammeln sich spritzige Citrusaromen, Orange, Grapefruit und etwas Gras.

Geschmack:
Der Nachtrunk gestaltet sich weich und etwas bitter, im Großen und Ganzen aber noch sehr zurückhaltend.

Im Nachgang kommt die Citrusfrucht wieder super zur Geltung, vollgepackt mit Grapefruitaroma und grasigen Nuancen.

Zum Ende hin findet sich das Pils mit seiner artgerechten Hopfenbittere und einem trockenen Finish.

Fazit: Hier zeigt sich, dass es eben auch mal ein gutes Pils sein kann.
Ich finde es toll, dass sich Craftbrauereien so langsam wieder an das Pils hinanwagen.

Auch andere gute Vertreter bei Craft-Pils: Skill Pils von Freigeist Bierkultur, Pils Brosnan von Sudden Death Brewing, Fastsmoker von Wildwuchs, Beverly Pils von Mashsee, Pepper Pils von Welde & Himburgs Braukunstkeller.

Yeah Yeah Yeah

Übersicht:
Sorte: Brut IPA (DDH)
Brauereien: Magic Rock Brewing &
Wylam
Name: Yeah Yeah Yeah
ABV: 6,5 %
Raiting: 8,5/10

Knochentrocken und sehr fruchtig, das sind die neuen typischen Brut IPA’s! Der Clou: Die Restsüße im Bier wird hier stark reduziert.

Dadurch können dann die fruchtigen Aromen des Hopfens stärker in den Vordergrund drängen. Außerdem soll das Bier so kaum Bittereinheiten enthalten.

Dies geschieht durch speziell eingesetzte  Hefen oder Enzyme.

Zum ersten Mal wurde diese Art des IPA’s 2017 in San Franzisco von Social Kitchen & Brewery gebraut.

Es gibt aktuell einige namhafte deutsche Vertreter dieser Sorte, zum einen Kehrwieder mit ihrem Sonoma IPA, oder auch Yankee & Kraut mit Dry Humor.

Natürlich wird auch mit diesem Bierstil wieder mehr experimentiert, einige setzen dann auch neben Fruchtigkeit auf Würzigkeit, wie bei dem Bier, das ich vorstellen möchte: Das „Yeah Yeah Yeah“, DDH Brut IPA, ein Collabsud von Magicrock Brewing und Wylam aus England.

Das Brut IPA geht hellorange mit wenig Schaumentwicklung im Glas auf.

In der Nase riecht es nach Ananas, Litschi und Mango, zudem aber auch würzig nach Zimt und Pfeffer, dazu gesellt sich eine leichte Piniennote.

Im Antrunk gestaltet sich das Brut weich und mild, im Nachtrunk bündelt sich wieder das fruchtige mit dem würzigen. Zuerst kommt es etwas harzig daher, dazu ein leichtes Zimtaroma und etwas stärker Pfeffer. Zum Ende hin zeichnet sich eine überragende Mangonote ab und das IPA wird mit einem knochentrockenen Abschluss veredelt.

Fazit: Ein tolles Brut IPA mit spannenden Geruchs- und Geschmackskomponenten. Ein fruchtig-würziges IPA mit trockenem Abgang trinkt man nicht alle Tage, ich kann es getrost jedem empfehlen, der diesen Stil mag oder mal ausprobieren möchte.