Grün-Hopfen-Bier – Lisbeth

Sorte: Pils
Brauerei: Hohmanns Brauerei Fulda
Name: Lisbeth
ABV: 5,5 %
Rating: 8/10

Grün-Hopfen-Biere sind immer was ganz Besonderes!

Hierbei kommt der Hopfen unmittelbar, nach der Ernte in den Sud und zeigt seine gesamte Frische und eine wahrlich ausgeprägte Hopfigkeit.

Ich hatte in der Vergangenheit schon einige tolle Biere dieser Kategorie wie zum Beispiel das Schönramer Grünhopfen Pils, Hallertauer Grünhopfen Lager von Urban Chestnut, Grünhopfenpils von Kundmüller oder das Hallertauer Craftbier Grünhopfen von der Hohentanner Schlossbrauerei.

Das „Lisbeth“ von der Hohmanns Brauerei Fulda ist ebenso ein Grün-Hopfen Pils mit 5,5 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Pils in einem hellen orange mit gut ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase zeigen sich wunderbar frische hopfige Aromen. Man hat das Gefühl man riecht an einer kompletten Hopfendolde. Auch würzige und kräuterige Aromen kommen hinzu.

Geschmack:
Der weiche und cremige Antrunk präsentiert sich durch eine erhöhte Rezenz.
Auch im Nachtrunk zeigt es sich super hopfig, eine tolle Frische, die es in den Mundraum zaubert, würzig und mit einer leicht knackigen Bittere kommt das Bier zum Ende!

Fazit: Ein toller Herbsttag, blauer Himmel und dann so ein tolles Frisch Hopfen Bier. Einfach genial!

Mr. President – BrewDog

Sorte: Double IPA
Brauerei: BrewDog
Name: Mr. President
ABV: 9,2 %
Rating: 8/10

Eines der Biere, welches ich auf meiner Hamburg Reise im BrewDog St. Pauli getrunken habe, wollte ich euch nicht vorenthalten.

Das Mr. President von BrewDog ist ein Double IPA mit einschlagenden 9,2 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Bier in einem dunklen gelb bis orange mit gut ausgeprägter dichter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich vielfältige Aromen an Citrusfrucht, Pfirsich und Trockenfrüchten breit. Eine angenehme Süßlichkeit kommt ebenfalls hinzu.

Geschmack:
Weich und cremig kommt der Antrunk daher.
Im Nachgang zeigt sich viel Karamell und Trockenobst auf der Zunge, zudem stoßen Citrus und Pfirsich hinzu.
Etwas Toffee legt sich zum Ende hin auf die Zunge. Das Bier schließt ab mit einer verstärkten Hopfenbittere.

Fazit: Ein super spannendes IPA, mit einer sehr interessanten Aromatik, gerne mehr davon!

Gulden Draak – Brewmaster Limited Edition

Sorte: Belgian Strong Golden Ale (BA)
Brauerei: Brouwerij Van Steenberge
Name: Gulden Draak Brewmasters Edition
ABV: 10,5 %
Rating: 8/10

Die Belgian Strong Golden Ales sind schon eine ganz besondere Kategorie und was wirklich Besonders für jeden Fan von belgischen Starkbieren. Noch spezieller ist dieses Bier. Es wurde noch zusätzlich im Whiskyfass gereift, 2018 abgefüllt und durfte somit noch 2 Jahre in der Flasche nachrreifen. Es kommt auf stattliche 10,5 % ABV.

Aussehen:
Im Glas ist ein dunkles bernsteinfarben mit stark ausgeprägter Schaumkrone zu erkennen.

Geruch:
In der Nase zeigen sich eindrucksvolle Aromen an Karamell und Getreide, welche von viel Whisky untermalt werden. Auch eine Spur Holz kommt durch.

Geschmack:
Im Antrunk zeigt sich das geschmeidige Bier weich und cremig mit einer etwas erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk entwickelt sich das Karamell toll weiter, zusammen mit stärkeren Anklängen belgischer Hefe und Holznoten. Der Whisky zeigt sich nun auch sehr präsent und klebt förmlich am Gaumen. Zum Abschluss kommt das Bier relativ trocken daher, wobei sich die Whiskynoten noch eindrucksvoll halten können.

Fazit: Ein Bier, das hält was es verspricht: Eine ordentliche Menge Whisky, wuchtig, karamellig und zudem auch trocken.

Ruedi – Flügge

Sorte: Saison
Brauerei: Flügge
Name: Ruedi
ABV: 9,0 %
Rating: 8,5/10

Eins der neuen Biere von Flügge ist das Ruedi. Hierbei handelt es sich um ein Saison, welches mit einer lithauischen Farmhouse Hefe gebaut wurde. Hier hat sich Flügge noch die Blackwell Brewery aus der Schweiz mit ins Boot geholt.

Aussehen:
Im Glas strahlt ein helles orange mit gut ausgeprägter dichter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich fruchtige Aromen durch Pfirsich und Aprikose bemerkbar. Dazu eine gute Portion Karamell mit einer angenehmen Säuerlichkeit und gehörig Brett.

Geschmack:
Auf den weichen und cremigem Antrunk, in dem sich schon viel Brett bemerkbar macht, folgt im Nachtrunk wieder eine toll ausgeprägte angenehme Fruchtigkeit durch Pfirsich, Aprikose und Orange. Auch die Noten an Brettanomyces zeigen sich nochmal eindrucksvoll zusammen mit einer angenehmen Säuerlichkeit am Gaumen. Das Bier schließt relativ trocken ab.

Fazit: Ein unglaublich tolles aromareiches Saison. Frucht, Brett, Säuerlichkeit, alles was es braucht!

Lemke- Die 4 Berliner Weisse Versionen

Der Stil Berliner Weisse wurde vor einigen Jahren wieder belebt und es gibt seitdem einige tolle Biere dieses Stils. Vor allem die Berliner Brauerei Lemke hat diesen nochmal richtig aufleben lassen. Sie haben gleich 4 verschiedene Arten gebraut,und eben diese möchte ich euch heute vorstellen. Sie sind alle mit Brettanomyces und Lactobacillus fermentiert.

1.
Name: Waldmeister Weisse
ABV: 4,0 %
Rating: 8/10

Die Waldmeister Weisse wurde wie der Name vermuten lässt einige Zeit auf echtem Waldmeister gelagert. Sie kommt auf 4,0 % ABV.

Aussehen:
In einem bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumentwicklung erblickt die Waldmeister Weisse im Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark kräuterige und leicht säuerliche Aromen breit.

Geschmack:
Auf die Zunge legt sich ein angenehmer Mix aus Spargel, Basilikum und Waldmeister, eine leichte säuerliche Note ummantelt diese interessante Kombination.

2.
Name: Himbeer Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 7,5/10

Wenn es eine Waldmeister Weisse gibt, dann ist natürlich auch eine Himbeer Weisse vorhanden. Die Himbeeren wurden beim Brauen sofort mit dazu gegeben.

Aussehen:
Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles rosarot ohne jegliche Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömen starke Aromen an Himbeere verbunden mit einer leichten Säuerlichkeit.

Geschmack:
Die Himbeere überwiegt und füllt den gesamten Mundraum beträchtlich aus und dies lässt erst spät wieder nach. Auch hier ist die Säuerlichkeit nicht zu stark ausgeprägt und schmiegt sich wunderbar an die spritzige Fruchtigkeit.

3.
Name: Berliner Eiche
ABV: 3,5 %
Rating: 7/10

Das dritte Bier der Reihe ist die Berliner Eiche, sie wurde nach dem Brauvorgang, wie bereits der Name vermuten lässt, im Eichenfass gelagert.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sind allem voran spritzige Citrusfrüchte bemerkbar, dazu kommt etwas Essig mit einer angenehmen Würzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder die Essigaromatik aus dem Geruch, jedoch deutlich ausgeprägter. Die Citrusfrucht rückt etwas in den Hintergrund. Das Bier schließt relativ trocken ab.

4.
Name: Budike Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 8,5/10

Die Budike ist angelehnt an das Orginialrezept, so wie sie im 19. Jahrhundert einst gebraut wurde.
Ein Geschmackserlebnis, das es so seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Budike kommt übrigens von Boutique. Aber jetzt zum Bier:

Aussehen:
In einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumentwicklung kommt das Bier ins Glas.

Geruch:
In der Nase sind sofort angenehme Noten an Essig, Äpfeln und Sauergurken.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist gepräggt von einer mittleren Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich schnell wieder viel Essig und Gurke, auch Citrusfrucht kommt nun durch. Hinten raus zeigt sich wieder eindrucksvoll eine stärkere aber super angenehme Säuerlichkeit.

Fazit:
Alle 4 Biere haben mir sehr gut gefallen. Das Highlight für mich die Budike Weisse. Was ist eurer Favorit?

Außergewöhnliche Zutaten im Bier – Omnipollo

Biere mit zusätzlichen Zutaten sind aktuell keine Seltenheit mehr. Die meisten kennen Imperial Stouts mit Vanille oder Schokolade, IPA’s zusätzlich mit Früchten versetzt. Aber es gibt natürlich auch wirklich einen außergewöhnlichen Mix an Zutaten, die ins Bier wandern. Jetzt die Frage… Schmeckt das dann überhaupt noch?

Die Frage beantwortet ein Bier, das ich vor kurzem verkostet habe. Hierbei handelt es sich um eine Gose von Omnipollo.

Der Name lässt schon einiges auf das durchaus verrückte Bier schließen.

Genannt wird das Bier: Bianca Blueberry Maple Chocolate Peanut Butter Pancake Lassi Gose. Sie kommt auf 7,0 % ABV und wurde wie der lange Name schon ahnen lässt, mit Blaubeeren, Schokolade, Erdnussbutter, Ahornsirup, Laktose und Salz gebraut.

Aussehen:
Ins Glas kommt das Bier in einem dunklen lila mit stark ausgeprägter cremiger rosafarbenen Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich krasse Aromen an Erdnuss und Blaubeeren breit. Zusammen mit etwas Malz und erdigen Noten.

Geschmack:
Spätestens jetzt wird es abgedreht. Der Antrunk kommt super weich und cremig, ja auch schon etwas dickflüssig daher und kombiniert schon süße und säuerliche Noten.
Im Nachgang wird es dann richtig abenteuerlich. Erst zeigt sich die Nuss mit süßlichen Noten präsent, dann kommt eine stärkere Säuerlichkeit mit den Blaubeeren zum Tragen. Direkt im Anschluss gesellt sich noch Ahornsirup hinzu, bevor sich das Bier mit etwas Schokolade und Kokosnuss verabschiedet.

Fazit: Ein verdammt komplexes, verrücktes aber sehr spannendes Bier.

Meiner Meinung nach passen die Aromen super zusammen und sorgen für eine wahnsinnige Geschmacksexplosion.

Scharrenbräu

Sorten: Landbier, Rotbier, Wieß
Brauerei: Scharrenbräu
Namen: Landbier, Düvelche, Engelche
ABV: 5,0 %
Rating: 8/10, 7,5/10, 7/10

Als ich letzte Woche in der Bar Balthasar in Bonn war, hatte ich das Glück gleich 3 Biere von der noch recht neuen Brauerei aus Köln Porz, genannt Scharrenbräu zu probieren.

Verkostet wurde zuerst das Landbier.
Geruchlich kommt es einem Brown Ale nahe, im Geschmack zeigt sich viel Nuss und Karamell mit einem leicht brotigen Finish.

Das zweite Bier war das Rotbier, genannt Düvelche.
Hier zeigt sich in der Nase eine eindrucksvolle Kräuternote zusammen mit leichten Honignoten. Im Geschmack offenbaren sich malzig-karamellige Noten mit einer Idee Honig.

Das letzte Bier war das Engelche, ein Wieß (für diejenigen die dieser Begriff nicht so geläufig ist, es handelt sich hierbei um eine Vorform des Kölsch in unfiltriert):

Im Geruch zeigt es sich hier etwas malzig mit einer leichten Süßlichkeit. Ebenfalls schwingt eine würzige Note mit. Der weiche und ebenfalls süßliche Antrunk zeigt im Nachgang etwas Honig mit malzigen Nuancen.

Alle 3 Biere sind geschmacklich spannend und auch sehr süffig. Ich freue mich schon auf weitere Biere dieser interessanten neuen Brauerei aus dem Kreis Köln!

Urban Chestnut Brewing Company


Bevor es am Donnerstag zum Hopfenforschungszentrum in Hüll ging, besuchten wir am Mittwoch zu zweit, die in Wolnzach ansässige Brauerei Urban Chestnut.

Diese wurde vor einigen Jahren in den Staaten gegründet. Vor 5 Jahren machte dann der Gründer einen Zweitsitz in Deutschland auf.

Urban steht übrigens für das Moderne, Chestnut für Kastanienbaum, was für Tradionalität steht, laut Gründer Florian.

Er führte uns in der gesamten Brauerei rum, erzählte uns von seinen Bieren, von denen er fast jedes einzelne frisch zwickelte. Somit konnten wir gleich seine gesamten Biere verkosten.

Es begann mit seinem Zwickl: Eine stark malzige Geschichte ohne die so oft bei diesem Bierstil auftretende stärkere Süßlichkeit mit einer Idee Würzigkeit und erdigen Aromen, die sowohl im Geruch, als auch geschmacklich auftreten.

Das zweite war: Helles Vollbier:
Ein super leicht daher kommendes würzig-blumiges Bier.

Das dritte war das Wolamot, ein Bockbier. Tolle Kräuternoten verbunden mit schokoladigne Noten, viel Malzigkeit und einer angenehmen Würzigkeit. Auch hier war ich begeistert, da Bockbiere eigentlich nicht gerade zu meinen Lieblingsbieren zählen.

Das vierte Bier im Bunde stellt die Hopfenperle dar, ein grandioses Pils. Frisch, stärker würzig und herb, welches mir Florian netterweise auch nochmal als Flasche mitgegeben hat.

Ein Blend aus mehreren Hopfensorten war das fünfte Bier: Grünhopfen
Viele kräuterige Noten mit einer tollen Würzigkeit verbunden mit spritziger Citrusfrucht und einem hinten raus erdigen Abgang.

Zum Schluss gabs dann noch das Pale Ale, genannt Zuagroast aus der Flasche. Eine geniale Interpretation voll mit Honig, würzigen Noten, Trockenfrüchten verbunden mit einer tollen Malznote.

Ein insgesamt ziemlich interessanter Nachmittag mit einer Vielzahl an leckeren Bieren. Hat mich gefreut da zu sein!

DDH Pale v2

Übersicht:
Sorte: Pale Ale
Brauerei: Cloudwater
Name: DDH Pale Ale v2
ABV: 5,5 %

Heute möchte ich euch ein Bier von Cloudwater Brew Co aus Manchester, England vorstellen. Dieses Bier wurde speziell für die Beardless Beer Week 2018 gebraut. Ein Craftbeer Festival organisiert von Manchesters Crown & Kettle und Woman on Tap. Denn wie beardless = bartlos schon andeutet, geht es hier um Frauen, die Ideen entworfen oder auch selbst am Sudkessel gestanden haben.


Jetzt zum Bier: Gebraut wurde ein DDH Pale Ale (DDH Pale v2) mit 5,5 % ABV.
Ein tolles Dosendesign erstellt von Nizaket Sinanovska. Der Inhalt spricht Bände. Im Glas ein schönes hellorange mit gut ausgeprägter Schaumkrone.


In der Nase ist es sehr hopfig, zudem florale grasige und harzige Noten. Dazu kommt eine ausgewogene Fruchtigkeit an Manderine, Mango und etwas Citrus.
Der Antrunk ist cremig und weich, der Nachtrunk präsentiert sich kräftig mit viel Manderine und Citrus. Eine gute und nicht zu starke Hopfenbittere beendet den Trinkspaß und lässt das vollmundige Bier sanft zu Ende kommen. Einziger Kritikpunkt ist hier, dass die tollen Fruchtnoten nicht allzulange auf der Zunge haften.


Ein tolles Teil, was sich auf jeden Fall zu kaufen lohnt. Mich hat es geschmacklich etwas an das 7:45 Escaltion von Crew Republic erinnert, vielleicht kennen einige von euch diese tolle Brauerei aus der Nähe von München. Auch wenn es sich dabei um ein Double IPA mit 8,3 % handelt, kam dieses DDH Pale Ale vom Aroma her auf jeden Fall in diese Richtung.

Raiting: 8/10