Beggars Art – De Struise Brouwers

Sorte: Imperial Stout (BA)
Brauerei: De Struise Brouwers
Name: Beggars Art
ABV: 18,1 %
Rating: 8/10

Wenn man „De Struise Brouwers“ liest, muss man vermutlich direkt an die bekannte Black Damnation Reihe denken, bei der ein Imperial Stout in verschiedene Fässer gelagert wird und dann dort über Monate verbleibt. Hierbei handelt es sich ebenfalls um solch eines. Doch nicht nur einige Monate hat das „Beggars Art“ hier im Fass gereift. Ganze 2 Jahre durfte es in Ardbeg-Fässern verbleiben und soll so dem schweren Bier rauchig-torfige Noten verleihen.

Aussehen:
In einem tiefen schwarz mit leicht ausgeprägter beiger Schaumentwicklung kommt das Imperial Stout ins Glas.

Geruch:
In der Nase sammeln sich wie zu erwarten rauchig-torfige Aromen mit süßem Malz und einigen Trockenfrüchten.

Geschmack:
Der Antrunk kommt weich und cremig daher.
Der Nachtrunk zeigt sich sehr kraftvoll. Schwerer Torfrauch, erdige, sowie würzige Noten tragen das Bier über die Geschmacksknospen. Hinten raus kommt es etwas alkholisch daher.

Fazit: Ihr mögt kräftige Imperial Stouts und habt wie ich eine Schwäche für torfig-rauchigen Whisky? Dann besorgt euch dieses feine Bier!

Cheddar – Other Half

Sorte: Imperial IPA (DDH)
Brauerei: Other Half
Name: Cheddar
ABV: 7,9 %
Rating: 8/10

Mit zu den besten gehörenden IPA’s die man so ergattern kann, gehören auch die von Other Half Brewing aus New York. Genannt „Cheddar“ mit 7,9 % ABV, wurde hier ein Double Dry Hopped Double IPA gebraut, wobei eine große Menge verschiedenster Hopfensorten verwendet wurde.

Aussehen:
Im Glas wird ein helles orange mit massiv ausgeprägter Schaumkrone geboten.

Geruch:
In der Nase machen sich frisch spritzig-fruchtige Citrusaromen breit. Dazu gelangen würzige, grasige und florale Noten.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich und cremig. Der Nachtrunk ist erstmals vordergründig fruchtig. Reife süße Ananas kommt zum Vorschein. Im weiteren Verlauf finden sich frisches Gras und florale Noten ein. Hinten raus wird es dann trocken und etwas bitter.

Fazit:
Ein wunderbares Imperial IPA in der doppelten Kalthopfungsvariante! Auf Other Half ist in jeder Lebenslage Verlass!

Romance – Garage Beer

Sorte: New England IPA
Brauerei: Garage Beer
Name: Romance
ABV: 5,5 %
Rating: 9/10

Zu meinen absoluten Favoriten was den Stil: India Pale Ale angeht, ist die Variante New England. Aber hier finde ich es super, wenn ich nicht jedes Mal nur den reinen Fruchtkorb erhalte, sondern auch andere Aromen noch mitspielen können.
Wie beim „Romance“ von Garage Beer aus Barcelona mit 5,5 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Bier in einem wunderschönen hellen saftigen orange mit normal ausgeprägter aber schnell zussmmenfallender Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sammeln sich harzig-grasige Aromen mit einer natürlich ebenfalls dominanten Fruchtigkeit.

Geschmack:
Der Antrunk kommt weich und cremig daher. Im Nachtrunk finden sich wieder frische grasige Noten mit viel Baumharz ein. Dazu kommt nach und nach eine ausgeprägte kräftige Fruchtigkeit aus Banane, Citrusfrucht, Ananas und Mango durch.

Hinten raus bildet sich eine moderate Hopfenbittere ab.

Fazit:
Ein fantastisches „leichtes“ IPA mit vollem Geschmack. Genau das Richtige bei heißen Temperaturen und nicht nur derselbe Einheitsbrei!

Landsort Deep Bourbon BA – Pühaste Brewery

Sorte: Imperial Gose (BA)
Brauerei: Pühaste Brewery
Name: Landsort Deep Bourbon BA
ABV: 12,5 %
Rating: 8/10

Ein wirklich sehr sehr außergewöhnliches Bier stellt das „Landsort Deep Bourbon BA“ von Pühaste aus der Silver Series dar. Hierbei handelt es sich um eine Imperial Gose, welche zudem noch im Bourbon Fass gereift ist. Das klingt doch alles schon ziemlich fancy.
Das Bier wurde aus einem Collabsud mit The Gipsy Hill Brewing Co. aus England, sowie Dois Corvos aus Portugal gebraut.
Diese Gose hat mich total gereizt und stand auch nicht wirklich lange in meinem Regal.

Und jetzt zum Bier:

Aussehen:
Ins Glas fließt die „Imperial Black Gose“ in einem tiefen schwarz mit leicht ausgeprägter haselnussfarbener Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase wird es bereits total verrückt. Eine krasse Mischung aus viel Zartbitterschokolade, Milch, sowie mega viel Orangensaft!

Geschmack:
Der weiche und cremige Antrunk zeigt sich schon ordentlich fruchtig.

Im Nachtrunk ist auch die Orange von vorne rein sehr sehr präsent und zieht sich von vorne bis hinten durch das Bier. Dazu gesellt sich Rotwein, Zartbitterschokolade, sowie eine feine Säuerlichkeit, die toll mit schwingt.

Fazit: Orange, Orange, Orange und viel Schokolade. Sowas in der Art habe ich noch nie getrunken, sehr interessant, auch die Säuerlichkeit wirkt super eingebunden. Würde ich gerne auch mal von anderen Brauereien sehen!

Yule Juice – Hazy Winter IPA

Jetzt in der Weihnachtszeit hat man des Öfteren gerne mal ein schönes schweres Imperial Stout im Glas, aber natürlich kann es gerne ab und an auch nochmal ein IPA sein. So wie das hier Amager mit seinem „Hazy Winter IPA“ gezaubert hat:

Sorte: NEIPA
Brauerei: Amager Bryghus
Name: Yule Juice
ABV: 6,5 %
Rating: 8/10

Das Yule Juice vom Amager Bryghus ist ein New England IPA mit 6,5 % ABV.

Aussehen:
In einem schönen hellen orange mit stark ausgeprägter dichter Schaumkrone, kommt das Hazy Winter IPA ins Glas.

Geruch:
In der Nase zeigen sich würzig-grasige Aromen mit viel Pinie, sowie auch Ananas und Steinfrucht.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich, cremig und relativ dickflüssig.
Auch im Nachtrunk steht viel frisches Gras, Harz und Pinie auf dem Programm. Erst später kommt nach und nach mehr Orange und auch einiges an Ananas zur Geltung.

Fazit:
Ein mega leckerer Hopfensmoothie aus Dänemark mit einem waldig-fruchtigen Aromaprofil! Geil!

Grün-Hopfen-Bier – Lisbeth

Sorte: Pils
Brauerei: Hohmanns Brauerei Fulda
Name: Lisbeth
ABV: 5,5 %
Rating: 8/10

Grün-Hopfen-Biere sind immer was ganz Besonderes!

Hierbei kommt der Hopfen unmittelbar, nach der Ernte in den Sud und zeigt seine gesamte Frische und eine wahrlich ausgeprägte Hopfigkeit.

Ich hatte in der Vergangenheit schon einige tolle Biere dieser Kategorie wie zum Beispiel das Schönramer Grünhopfen Pils, Hallertauer Grünhopfen Lager von Urban Chestnut, Grünhopfenpils von Kundmüller oder das Hallertauer Craftbier Grünhopfen von der Hohentanner Schlossbrauerei.

Das „Lisbeth“ von der Hohmanns Brauerei Fulda ist ebenso ein Grün-Hopfen Pils mit 5,5 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Pils in einem hellen orange mit gut ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase zeigen sich wunderbar frische hopfige Aromen. Man hat das Gefühl man riecht an einer kompletten Hopfendolde. Auch würzige und kräuterige Aromen kommen hinzu.

Geschmack:
Der weiche und cremige Antrunk präsentiert sich durch eine erhöhte Rezenz.
Auch im Nachtrunk zeigt es sich super hopfig, eine tolle Frische, die es in den Mundraum zaubert, würzig und mit einer leicht knackigen Bittere kommt das Bier zum Ende!

Fazit: Ein toller Herbsttag, blauer Himmel und dann so ein tolles Frisch Hopfen Bier. Einfach genial!

Mr. President – BrewDog

Sorte: Double IPA
Brauerei: BrewDog
Name: Mr. President
ABV: 9,2 %
Rating: 8/10

Eines der Biere, welches ich auf meiner Hamburg Reise im BrewDog St. Pauli getrunken habe, wollte ich euch nicht vorenthalten.

Das Mr. President von BrewDog ist ein Double IPA mit einschlagenden 9,2 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Bier in einem dunklen gelb bis orange mit gut ausgeprägter dichter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich vielfältige Aromen an Citrusfrucht, Pfirsich und Trockenfrüchten breit. Eine angenehme Süßlichkeit kommt ebenfalls hinzu.

Geschmack:
Weich und cremig kommt der Antrunk daher.
Im Nachgang zeigt sich viel Karamell und Trockenobst auf der Zunge, zudem stoßen Citrus und Pfirsich hinzu.
Etwas Toffee legt sich zum Ende hin auf die Zunge. Das Bier schließt ab mit einer verstärkten Hopfenbittere.

Fazit: Ein super spannendes IPA, mit einer sehr interessanten Aromatik, gerne mehr davon!

Gulden Draak – Brewmaster Limited Edition

Sorte: Belgian Strong Golden Ale (BA)
Brauerei: Brouwerij Van Steenberge
Name: Gulden Draak Brewmasters Edition
ABV: 10,5 %
Rating: 8/10

Die Belgian Strong Golden Ales sind schon eine ganz besondere Kategorie und was wirklich Besonders für jeden Fan von belgischen Starkbieren. Noch spezieller ist dieses Bier. Es wurde noch zusätzlich im Whiskyfass gereift, 2018 abgefüllt und durfte somit noch 2 Jahre in der Flasche nachrreifen. Es kommt auf stattliche 10,5 % ABV.

Aussehen:
Im Glas ist ein dunkles bernsteinfarben mit stark ausgeprägter Schaumkrone zu erkennen.

Geruch:
In der Nase zeigen sich eindrucksvolle Aromen an Karamell und Getreide, welche von viel Whisky untermalt werden. Auch eine Spur Holz kommt durch.

Geschmack:
Im Antrunk zeigt sich das geschmeidige Bier weich und cremig mit einer etwas erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk entwickelt sich das Karamell toll weiter, zusammen mit stärkeren Anklängen belgischer Hefe und Holznoten. Der Whisky zeigt sich nun auch sehr präsent und klebt förmlich am Gaumen. Zum Abschluss kommt das Bier relativ trocken daher, wobei sich die Whiskynoten noch eindrucksvoll halten können.

Fazit: Ein Bier, das hält was es verspricht: Eine ordentliche Menge Whisky, wuchtig, karamellig und zudem auch trocken.

Ruedi – Flügge

Sorte: Saison
Brauerei: Flügge
Name: Ruedi
ABV: 9,0 %
Rating: 8,5/10

Eins der neuen Biere von Flügge ist das Ruedi. Hierbei handelt es sich um ein Saison, welches mit einer lithauischen Farmhouse Hefe gebaut wurde. Hier hat sich Flügge noch die Blackwell Brewery aus der Schweiz mit ins Boot geholt.

Aussehen:
Im Glas strahlt ein helles orange mit gut ausgeprägter dichter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich fruchtige Aromen durch Pfirsich und Aprikose bemerkbar. Dazu eine gute Portion Karamell mit einer angenehmen Säuerlichkeit und gehörig Brett.

Geschmack:
Auf den weichen und cremigem Antrunk, in dem sich schon viel Brett bemerkbar macht, folgt im Nachtrunk wieder eine toll ausgeprägte angenehme Fruchtigkeit durch Pfirsich, Aprikose und Orange. Auch die Noten an Brettanomyces zeigen sich nochmal eindrucksvoll zusammen mit einer angenehmen Säuerlichkeit am Gaumen. Das Bier schließt relativ trocken ab.

Fazit: Ein unglaublich tolles aromareiches Saison. Frucht, Brett, Säuerlichkeit, alles was es braucht!

Lemke- Die 4 Berliner Weisse Versionen

Der Stil Berliner Weisse wurde vor einigen Jahren wieder belebt und es gibt seitdem einige tolle Biere dieses Stils. Vor allem die Berliner Brauerei Lemke hat diesen nochmal richtig aufleben lassen. Sie haben gleich 4 verschiedene Arten gebraut,und eben diese möchte ich euch heute vorstellen. Sie sind alle mit Brettanomyces und Lactobacillus fermentiert.

1.
Name: Waldmeister Weisse
ABV: 4,0 %
Rating: 8/10

Die Waldmeister Weisse wurde wie der Name vermuten lässt einige Zeit auf echtem Waldmeister gelagert. Sie kommt auf 4,0 % ABV.

Aussehen:
In einem bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumentwicklung erblickt die Waldmeister Weisse im Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark kräuterige und leicht säuerliche Aromen breit.

Geschmack:
Auf die Zunge legt sich ein angenehmer Mix aus Spargel, Basilikum und Waldmeister, eine leichte säuerliche Note ummantelt diese interessante Kombination.

2.
Name: Himbeer Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 7,5/10

Wenn es eine Waldmeister Weisse gibt, dann ist natürlich auch eine Himbeer Weisse vorhanden. Die Himbeeren wurden beim Brauen sofort mit dazu gegeben.

Aussehen:
Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles rosarot ohne jegliche Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömen starke Aromen an Himbeere verbunden mit einer leichten Säuerlichkeit.

Geschmack:
Die Himbeere überwiegt und füllt den gesamten Mundraum beträchtlich aus und dies lässt erst spät wieder nach. Auch hier ist die Säuerlichkeit nicht zu stark ausgeprägt und schmiegt sich wunderbar an die spritzige Fruchtigkeit.

3.
Name: Berliner Eiche
ABV: 3,5 %
Rating: 7/10

Das dritte Bier der Reihe ist die Berliner Eiche, sie wurde nach dem Brauvorgang, wie bereits der Name vermuten lässt, im Eichenfass gelagert.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sind allem voran spritzige Citrusfrüchte bemerkbar, dazu kommt etwas Essig mit einer angenehmen Würzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder die Essigaromatik aus dem Geruch, jedoch deutlich ausgeprägter. Die Citrusfrucht rückt etwas in den Hintergrund. Das Bier schließt relativ trocken ab.

4.
Name: Budike Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 8,5/10

Die Budike ist angelehnt an das Orginialrezept, so wie sie im 19. Jahrhundert einst gebraut wurde.
Ein Geschmackserlebnis, das es so seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Budike kommt übrigens von Boutique. Aber jetzt zum Bier:

Aussehen:
In einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumentwicklung kommt das Bier ins Glas.

Geruch:
In der Nase sind sofort angenehme Noten an Essig, Äpfeln und Sauergurken.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist gepräggt von einer mittleren Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich schnell wieder viel Essig und Gurke, auch Citrusfrucht kommt nun durch. Hinten raus zeigt sich wieder eindrucksvoll eine stärkere aber super angenehme Säuerlichkeit.

Fazit:
Alle 4 Biere haben mir sehr gut gefallen. Das Highlight für mich die Budike Weisse. Was ist eurer Favorit?