Lemke- Die 4 Berliner Weisse Versionen

Der Stil Berliner Weisse wurde vor einigen Jahren wieder belebt und es gibt seitdem einige tolle Biere dieses Stils. Vor allem die Berliner Brauerei Lemke hat diesen nochmal richtig aufleben lassen. Sie haben gleich 4 verschiedene Arten gebraut,und eben diese möchte ich euch heute vorstellen. Sie sind alle mit Brettanomyces und Lactobacillus fermentiert.

1.
Name: Waldmeister Weisse
ABV: 4,0 %
Rating: 8/10

Die Waldmeister Weisse wurde wie der Name vermuten lässt einige Zeit auf echtem Waldmeister gelagert. Sie kommt auf 4,0 % ABV.

Aussehen:
In einem bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumentwicklung erblickt die Waldmeister Weisse im Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark kräuterige und leicht säuerliche Aromen breit.

Geschmack:
Auf die Zunge legt sich ein angenehmer Mix aus Spargel, Basilikum und Waldmeister, eine leichte säuerliche Note ummantelt diese interessante Kombination.

2.
Name: Himbeer Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 7,5/10

Wenn es eine Waldmeister Weisse gibt, dann ist natürlich auch eine Himbeer Weisse vorhanden. Die Himbeeren wurden beim Brauen sofort mit dazu gegeben.

Aussehen:
Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles rosarot ohne jegliche Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömen starke Aromen an Himbeere verbunden mit einer leichten Säuerlichkeit.

Geschmack:
Die Himbeere überwiegt und füllt den gesamten Mundraum beträchtlich aus und dies lässt erst spät wieder nach. Auch hier ist die Säuerlichkeit nicht zu stark ausgeprägt und schmiegt sich wunderbar an die spritzige Fruchtigkeit.

3.
Name: Berliner Eiche
ABV: 3,5 %
Rating: 7/10

Das dritte Bier der Reihe ist die Berliner Eiche, sie wurde nach dem Brauvorgang, wie bereits der Name vermuten lässt, im Eichenfass gelagert.

Aussehen:
Im Glas erblickt es in einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sind allem voran spritzige Citrusfrüchte bemerkbar, dazu kommt etwas Essig mit einer angenehmen Würzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder die Essigaromatik aus dem Geruch, jedoch deutlich ausgeprägter. Die Citrusfrucht rückt etwas in den Hintergrund. Das Bier schließt relativ trocken ab.

4.
Name: Budike Weisse
ABV: 3,5 %
Rating: 8,5/10

Die Budike ist angelehnt an das Orginialrezept, so wie sie im 19. Jahrhundert einst gebraut wurde.
Ein Geschmackserlebnis, das es so seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Budike kommt übrigens von Boutique. Aber jetzt zum Bier:

Aussehen:
In einem hellen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumentwicklung kommt das Bier ins Glas.

Geruch:
In der Nase sind sofort angenehme Noten an Essig, Äpfeln und Sauergurken.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist gepräggt von einer mittleren Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich schnell wieder viel Essig und Gurke, auch Citrusfrucht kommt nun durch. Hinten raus zeigt sich wieder eindrucksvoll eine stärkere aber super angenehme Säuerlichkeit.

Fazit:
Alle 4 Biere haben mir sehr gut gefallen. Das Highlight für mich die Budike Weisse. Was ist eurer Favorit?

Außergewöhnliche Zutaten im Bier – Omnipollo

Biere mit zusätzlichen Zutaten sind aktuell keine Seltenheit mehr. Die meisten kennen Imperial Stouts mit Vanille oder Schokolade, IPA’s zusätzlich mit Früchten versetzt. Aber es gibt natürlich auch wirklich einen außergewöhnlichen Mix an Zutaten, die ins Bier wandern. Jetzt die Frage… Schmeckt das dann überhaupt noch?

Die Frage beantwortet ein Bier, das ich vor kurzem verkostet habe. Hierbei handelt es sich um eine Gose von Omnipollo.

Der Name lässt schon einiges auf das durchaus verrückte Bier schließen.

Genannt wird das Bier: Bianca Blueberry Maple Chocolate Peanut Butter Pancake Lassi Gose. Sie kommt auf 7,0 % ABV und wurde wie der lange Name schon ahnen lässt, mit Blaubeeren, Schokolade, Erdnussbutter, Ahornsirup, Laktose und Salz gebraut.

Aussehen:
Ins Glas kommt das Bier in einem dunklen lila mit stark ausgeprägter cremiger rosafarbenen Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase machen sich krasse Aromen an Erdnuss und Blaubeeren breit. Zusammen mit etwas Malz und erdigen Noten.

Geschmack:
Spätestens jetzt wird es abgedreht. Der Antrunk kommt super weich und cremig, ja auch schon etwas dickflüssig daher und kombiniert schon süße und säuerliche Noten.
Im Nachgang wird es dann richtig abenteuerlich. Erst zeigt sich die Nuss mit süßlichen Noten präsent, dann kommt eine stärkere Säuerlichkeit mit den Blaubeeren zum Tragen. Direkt im Anschluss gesellt sich noch Ahornsirup hinzu, bevor sich das Bier mit etwas Schokolade und Kokosnuss verabschiedet.

Fazit: Ein verdammt komplexes, verrücktes aber sehr spannendes Bier.

Meiner Meinung nach passen die Aromen super zusammen und sorgen für eine wahnsinnige Geschmacksexplosion.

Bier mit Steinpilzen. Schmeckt das?

Ihr wolltet schon immer mal ein Bier mit Pilzen trinken? Heute stelle ich euch 2 Biere vor, in der unter anderem die Zutat Steinpilz vorkommt und was es so mit dem Bier anstellt. Diese Kuriosität hat man ja wirklich nicht häufig.

Das erste Bier, das ich vorstellen möchte, ist das Porcini. Hierbei handelt es sich um einen Imperial Baltic Porter. Dieser wurde mit einigen Rauchmalzen und eben Steinpilzen gebraut.

Sorte: Imperial Baltic Porter
Brauerei: Pohjala
Name: Porcini
ABV: 9,0 %
Rating: 7/10

Aussehen:
Das Porcini kommt tiefschwarz, mit normal ausgeprägter leicht beiger Schaumkrone ins Glas.

Geruch:
In der Nase machen sich stark rauchig-malzige Aromen breit.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich und angenehm cremig.
Auch im Nachtrunk zeigt sich die Rauchigkeit weiter stark präsent, hinzu tritt im weiteren Verlauf eine angenehme Note an Schokolade. Hinten raus lassen sich tatsächlich leichte Nuancen an Pilzen wahrnehmen, bevor das Bier sein Ende in einer ausgeprägten Röstmalzigkeit findet.

Das Stout Porcini + Cacao stellt wie der Name schon sagt ein Imperial Stout dar, welches mit Steinpilzen und Kakao gebraut wurde. Das Bier entstand aus einem Collabsud von North Brewing und Broaden & Build.

Sorte: Imperial Stout
Brauerei: North Brewing & Broaden & Build
Name: Stout + Porcini + Cacao
ABV: 8,0 %
Rating: 9/10

Aussehen:
Das Stout Porcini + Cacao kommt ebenfalls tiefschwarz ins Glas. Hier zeigt sich die leicht beige Schaumkrone allerdings deutlich ausgeprägter als beim Porcini von Pohjala.

Geruch:
In die Nase strömen stark würzige Noten, dazu kommt jetzt hier schon eine deutliche Note an Steinpilz hinzu, welche im Nachklang von Kakao und Zartbitterschokolade ummantelt wird.

Geschmack:
Der weiche und cremige Antrunk kombiniert schon wahnsinnig viel Kakao.

Im Nachtrunk ist die Schokolade jetzt sehr präsent. Kaffee und Kakao treten direkt nach und sind sehr intensiv vorhanden. Wie schon im Geruch finden sich die Steinpilze stark ein. Dazu kommt auch hier hinten raus eine stärkere Röstmalzigkeit zum Tragen, wobei die angenehme Aromatik nicht verdrängt wird.

Fazit: Ich habe mir vorher nicht vorstellen können, dass die Kombination von Schokolade und Steinpilz so hervorragend funktioniert. Auch die rauchige Variante mit den Pilzen hat das gewisses Etwas, aber mein klarer Favorit ist das Bier von North Brewing und Broaden & Build.

Frenzelbräu – Pale Ale, Pils, Dunkles, Kirsch

Frenzelbräu aus Bautzen braut eine Vielzahl an unterschiedlichen Bieren. Diese reichen von traditionell bis ausgefallen. Da ist sicher für jeden Bierliebhaber was dabei!

Heute möchte ich euch gleich 4 verschiedene Sorten vorstellen. Diese bestehen aus:

Frenzels Pale Ale
Frenzels Pils
Frenzels Dunkles
Frenzels Kirsch

Sorte: Pale Ale
Name: Frenzels Pale Ale
ABV: 5,8 %
Rating: 7/10

Das erste Bier der Reihe ist das Pale Ale mit 5,8 % ABV.

Aussehen:
Im Glas ist es in einem hellen grain mit gut ausgeprägter Schaumkrone zu erblicken.

Geruch:
In der Nase locken feine Aromen an Marzipan, Trockenfrüchten. Auch eine tolle Malznote kommt zum Einsatz.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich weich, cremig und etwas süßlich. Im Nachgang zeigen sich wieder viele getrocknete Früchte. Vor allem Datteln und Aprikosen können sich hervorheben. Zudem kommt noch ein Hauch Orange hinzu.

Fazit: Ein sehr solides aromareiches malzbetontes Pale Ale. Kann man sich jederzeit gönnen.

Sorte: Pils
Name: Frenzels Pils
ABV: 4,8 %
Rating: 8/10

Das zweite Bier im Bunde stellt das Pils mit 4,8 % ABV dar.

Aussehen:
Im Glas erblickt das Pils in einem dunklen gelb mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.

Geruch:
In die Nase strömt ein für ein Pils ausgefallenes Aroma an Honig, Senf und Citrusfrucht.

Geschmack:
Auf den weichen, cremigen und leicht süßlichen Antrunk, der von einer erhöhten Rezenz geprägt ist,folgt im Nachgang wieder eine angenehme Honig-Senf Note, welche von viel Getreide begleitet wird. Es kommt alles sehr harmonisch daher. Das Bier findet sein Ende mit einer moderaten Hopfenbittere.

Fazit: Ein spannendes Pils, das man so auch nicht oft trinkt! Erfrischend und zugleich sehr aromareich!

Sorte: Dark Lager
Name: Frenzels Dunkels
ABV: 5,0 %
Rating: 9/10

Das dritte Bier, das ich euch nun von Frenzelbräu vorstelle, ist das Dunkle mit 5,0 % ABV.

Aussehen:
Im Glas zeigt es sich in einem tiefen schwarz mit kriecht ausgeprägter beiger Schaumkrone.

Geruch:
In der Nase sammeln sich stärker schokoladige, aber auch würzige Aromen, begleitet wird dies von einer angenehmen Malzigkeit.

Geschmack:
Der weiche Antrunk ist geprägt von einer erhöhten Rezenz. Im Nachtrunk zeigt sich wieder eine sehr angenehme Schokoladennote, auch einige Gewürze tanzen auf der Zunge, der tolle Malzkörper bindet sich hervorragend aus.

Fazit: Eins der besten Dark Lager, die ich je getrunken habe! Eine super schokoladige Note, die sich mit Gewürzen und einem tollen Malzkörper einfindet.

Sorte: Fruitbeer
Name: Frenzels Kirsch
ABV: 4,6 %
Rating: 6/10

Das letzte Bier stellt das Kirschbier mit 4,6 % ABV dar.

Aussehen:
Im Glas findet sich das Kirschbier im einem dunklen rot mit leicht ausgeprägter Schaumkrone ein.

Geruch:
In der Nase ist sofort eine starke Süßlichkeit präsent. Dazu präsentiert sich natürlich auch viel Kirsche.

Geschmack:
Auf den weichen süßlichen und fruchtigen Antrunk zeigt sich auch wieterhin im Abgang eine geballte Power an Kirsche zusammen mit Kandiszucker und einer ausgeprägten Malzigkeit.

Fazit: Ein relativ süßliches Kirschbier, jedoch weiterhin erfrischend.

Wer jetzt durstig geworden ist kann sich gerne auf: www.frenzel-braue.de ordentlich eindecken!

Es darf auch Bier zum Essen sein.


Zum Weihnachtsessen muss es immer Wein sein? Nein! Ich habe verschiedene Biere zum Essen verkostet, die ich euch heute vorstellen möchte.

Das erste Bier des Abends, gedacht als Aperitif war eine Gueuze.

Sorte: Gueuze
Brauerei: Lindemans
Name: Gueuze
ABV: 5,0 %
Rating: 7/10

Im Glas leuchtet die Gueuze in einem dunklen bernsteinfarben mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.
Sie überzeugt sofort mit Noten an grünem Apfel, Essig und einer feinen Orangennote. Auch geschmacklich kann sich all das mit einer stärker süßlichen und im Abgang säuerlichen Note halten. Ein toller Einsteiger für den Abend!

Zum rheinischen Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, kam mir ein Flanders Red Ale gerade recht.

Sorte: Flanders Red Ale
Brauerei: Rodenbach
Name: Charaktere Rouge
ABV: 7,0 %
Rating: 8/10

In einem dunklen rosa mit fast keiner Schaumentwicklung kommt das Flanders Red Ale ins Glas. In der Nase tummeln sich bereits tolle Aromen an Essig, Erdbeere und Rotwein, gepaart mit etwas Holz und einer stärkeren Säuerlichkeit.
Auch im Geschmack überzeugen fruchtige Noten an Erdbeer mit Holz und einer gut ausgewogen Essignote. Die Rezenz ist hier deutlich erhöht, aber das ist nicht wirklich störend. Eine tolle Säuerlichkeit macht sich zum Ende hin im Mundraum breit.

Zum abschließenden Dessert aus verschiedenen Eiskreationen und Pudding gab es ein Barrel Aged Imperial Stout.

Sorte: Imperial Oatmel Stout (BA)
Brauerei: Pohjala
Name: Vahtra
ABV: 10,8 %
Rating: 8,5/10

Das Vahtra wurde mit Blaubeeren und Ahornsirup gebraut und anschließend im Bourbonfass gereift.

Schon in der Nase zeigt sich eine wunderbare Bourbon Aromatik, zusammen mit viel Zartbitterschokolade und geröstetem Malz. So geht es dann auch auf der Zunge im Anschluss weiter. Dickflüssig, ja schon likörig legt sich das Vahtra nieder. Das schwere Bier zeigt weiterhin Bourbon, Schokolade und ein Hauch Blaubeeren. Auch der Ahornsirup kommt ein bisschen zum Tragen.
Hinten raus zieht sich eine leicht alkoholische Note hinzu, bevor der Imperial Oatmel Stout sein Ende findet.

Fazit: Ein insgesamt fantastisches Essen mit einer herausragend passenden Auswahl an Bieren. Da ist wirklich kein Wein notwendig. Es gibt genügend Bierstile, die sich wahrlich gut mit verschiedenem Essen kombinieren lassen.

Scharrenbräu

Sorten: Landbier, Rotbier, Wieß
Brauerei: Scharrenbräu
Namen: Landbier, Düvelche, Engelche
ABV: 5,0 %
Rating: 8/10, 7,5/10, 7/10

Als ich letzte Woche in der Bar Balthasar in Bonn war, hatte ich das Glück gleich 3 Biere von der noch recht neuen Brauerei aus Köln Porz, genannt Scharrenbräu zu probieren.

Verkostet wurde zuerst das Landbier.
Geruchlich kommt es einem Brown Ale nahe, im Geschmack zeigt sich viel Nuss und Karamell mit einem leicht brotigen Finish.

Das zweite Bier war das Rotbier, genannt Düvelche.
Hier zeigt sich in der Nase eine eindrucksvolle Kräuternote zusammen mit leichten Honignoten. Im Geschmack offenbaren sich malzig-karamellige Noten mit einer Idee Honig.

Das letzte Bier war das Engelche, ein Wieß (für diejenigen die dieser Begriff nicht so geläufig ist, es handelt sich hierbei um eine Vorform des Kölsch in unfiltriert):

Im Geruch zeigt es sich hier etwas malzig mit einer leichten Süßlichkeit. Ebenfalls schwingt eine würzige Note mit. Der weiche und ebenfalls süßliche Antrunk zeigt im Nachgang etwas Honig mit malzigen Nuancen.

Alle 3 Biere sind geschmacklich spannend und auch sehr süffig. Ich freue mich schon auf weitere Biere dieser interessanten neuen Brauerei aus dem Kreis Köln!

Urban Chestnut Brewing Company


Bevor es am Donnerstag zum Hopfenforschungszentrum in Hüll ging, besuchten wir am Mittwoch zu zweit, die in Wolnzach ansässige Brauerei Urban Chestnut.

Diese wurde vor einigen Jahren in den Staaten gegründet. Vor 5 Jahren machte dann der Gründer einen Zweitsitz in Deutschland auf.

Urban steht übrigens für das Moderne, Chestnut für Kastanienbaum, was für Tradionalität steht, laut Gründer Florian.

Er führte uns in der gesamten Brauerei rum, erzählte uns von seinen Bieren, von denen er fast jedes einzelne frisch zwickelte. Somit konnten wir gleich seine gesamten Biere verkosten.

Es begann mit seinem Zwickl: Eine stark malzige Geschichte ohne die so oft bei diesem Bierstil auftretende stärkere Süßlichkeit mit einer Idee Würzigkeit und erdigen Aromen, die sowohl im Geruch, als auch geschmacklich auftreten.

Das zweite war: Helles Vollbier:
Ein super leicht daher kommendes würzig-blumiges Bier.

Das dritte war das Wolamot, ein Bockbier. Tolle Kräuternoten verbunden mit schokoladigne Noten, viel Malzigkeit und einer angenehmen Würzigkeit. Auch hier war ich begeistert, da Bockbiere eigentlich nicht gerade zu meinen Lieblingsbieren zählen.

Das vierte Bier im Bunde stellt die Hopfenperle dar, ein grandioses Pils. Frisch, stärker würzig und herb, welches mir Florian netterweise auch nochmal als Flasche mitgegeben hat.

Ein Blend aus mehreren Hopfensorten war das fünfte Bier: Grünhopfen
Viele kräuterige Noten mit einer tollen Würzigkeit verbunden mit spritziger Citrusfrucht und einem hinten raus erdigen Abgang.

Zum Schluss gabs dann noch das Pale Ale, genannt Zuagroast aus der Flasche. Eine geniale Interpretation voll mit Honig, würzigen Noten, Trockenfrüchten verbunden mit einer tollen Malznote.

Ein insgesamt ziemlich interessanter Nachmittag mit einer Vielzahl an leckeren Bieren. Hat mich gefreut da zu sein!

Rauchbiere

Sorte: Rauchbier

Brauereien: Weiherer, Schlenkerla, Deutsche Kreativbrauer, Grohe

Namen: Weiherer Rauch, Helles Schlenkerla Lagerbier, Kreativsud #2, Smoky Heiner

ABV: 5,3 %, 4,3 %, 6,6 %, 5,1 %

Rating: 7/10, 6,5/10, 8/10, 9/10

Rauchbiere. Eine echte Eigenart was Bier angeht.

Bekannt müsste es den meisten durch die berühmte Rauchbierbrauerei Schlenkerla aus Bamberg sein.

Aber es gibt auch noch andere tolle Vertreter für gutes Rauchbier.

Aus diesem Grund habe ich mal 4 Rauchbiere parallel verkostet, die ich jetzt hier vorstellen möchte.  Darunter auch eins von Schlenkerla.

Ich beginne mit dem Weiherer Rauch aus Viereth- Trunstadt (Bayern):

Dieses Bier hat schon zahlreiche Preise abgeräumt wie z. B. den European Beer Star oder den International Craft Beer Award!

Aussehen:

Im Glas ist ein helles bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumausprägung zu sehen.

Geruch:

In der Nase zeigt sich sofort eine fulminante Rauchnote mit viel Räucherschinken.

Geschmack:

Schon im weichen Antrunk sind rauchige Aromen wahrnehmbar. Der kräftige Nachtrunk  zeigt auch wenig Veränderung wie schon im Geruch. Es legen sich starke Rauchnoten und Räucherschinken auf der Zunge nieder. Diese können sich auch im weiteren Verlauf gut halten.

Das zweite Rauchbier: Helles Schlenkerla Lagerbier:

Schlenkerla macht ja viele verschiedene Rauchbiere. Das Helle ist ein etwas leichter gehaltenes.

Aussehen:

Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles gelb mit normal ausgeprägter Schaumentwicklung.

Geruch:

Im Geruch macht sich neben leichten Rauchnoten noch viel Heu breit.

Geschmack:

Der Antrunk gestaltet sich rauchig mit etwas Heu, aber jetzt finden sich auch Citrusaromen im Mundraum ein. Im Nachgang kommt das Heu wieder stark zur Geltung, zusammen mit einer angenehmen Rauchnote. Zum Ende bildet sich noch etwas Citrus aus, bevor das Bier mild sein Ende findet.

Das dritte Bier im Bunde ist das Kreativsud #2 (Besonderes Starkbier) zusätzlich gebraut mit Kümmel, Wacholder und Salz von Deutsche Kreativbrauer aus Oberelsbach (Bayern). Es wurde zudem historisches Spiegel- und Chevalliergerstenmalz verwendet.

Aussehen:

In einem tollen kupferfarben gleitet der Kreativsud ins Glas. Eine leichte Schaumentwicklung ist zu sehen.

Geruch:

In der Nase nehme ich hier neben viel Rauch auch Grapefruit und würzige Noten wahr.

Geschmack:

Der fruchtige und zudem rauchige Antrunk, wird im Nachtrunk von viel Karamell und Trockenfrüchten begleitet. Hinten raus kommen die Raucharomen nochmal stärker durch.

Das vierte und somit letzte Rauchbier ist das Smoky Heiner von Grohe aus Darmstadt. Auffallend ist hier sofort das aufwändig gestaltete Etikett.

Aussehen:

In einem hellen braun mit ganz leichter Schaumkrone ist es im Glas zu erblicken.

Geruch:

In der Nase sammeln sich starke Noten an Bourbon, Holz und Rauch.

Geschmack:

Auch hier kommt im Antrunk eine fruchtige Komponente an Orange und Grapefruit durch.

Im Nachgang erhält man dann jedoch wieder viel Holz, Bourbon und ein stärker rauchiges Aroma. Alles wirkt aber gut aufeinander abgestimmt und tritt gleichermaßen in Erscheinung.

Fazit:

Das waren nun die 4 Rauchbiere. Da ist sicher für jeden etwas dabei, je nachdem ob man das pure Raucharoma möchte oder doch etwas fruchtig-rauchig oder eben fruchtig-würzig-rauchig.

Für mich war der klare Favorit das Smoky Heiner. Mir haben die Fruchtnoten zu Beginn mit den späteren Holz und Bourbonnoten sehr gut gefallen, das Raucharoma wirkte sehr gekonnt eingebunden.

Rodenbach Vintage

Sorte: Flanders Red Ale (BA)
Brauerei: Rodenbach
Name: Rodenbach Vintage
ABV: 7,0 %
Rating: 9/10

Heute stelle ich euch das Rodenbach Vintage, ein Flanders Red Ale vor, welches im Eichenfass gereift wurde. Es kommt auf 7,0 % ABV.

Aussehen:
Im Glas erblickt es hellbraun mit leicht rötlichen Tönen. Zudem ist eine leicht ausgeprägte weiße Schaumkrone vorhanden.

Geruch:
In der Nase besticht ein tolles Aroma an Erdbeere, Schokolade und Essig.

Geschmack:
Der Antrunk gestaltet sich relativ leicht, mit einem weichen und cremigen Mundgefühl, dazu bildet sich auch schon eine leichte Säuerlichkeit aus.

Im Nachgang kommt ein tolles Erdbeeraroma in Verbindung mit etwas Schokolade zur Geltung. Dazu gesellt sich wieder eine Menge Essig, aber jetzt kommt auch noch Citrusfrucht durch.

Hinten raus bleibt ein stärker säuerliches Aroma auf der Zunge hängen.

Fazit: Die Kombination aus Schokolade und Erdbeere mit einer passenden Säuerlichkeit und einem cremigen Mundgefühl ergeben ein tolles Flanders Red Ale!

Bar Balthasar

Ich habe einige Jahre in Bonn verbracht und festgestellt, dass bisher für Bierkenner und Craftbeerbegeisterte noch etwas gefehlt hat.

Klar es gibt den P&M Getränke Markt und die Craftquelle. Doch leider fehlte die Möglichkeit sich an einem Ort zusammen zu setzten, um regen Austausch mit Gleichgesinnten zu schaffen.

Wie gut, dass es seit Ende 2018 die Bar Balthasar in der Brüdergasse 6, in Bonn gibt. Das geile daran: Der Besitzer bietet über der Bar Hotelzimmer an.

Eine rustikal-gemütliche, große Bar, die neben 8  frischen Fassbieren   auch noch einiges an Flaschenbieren zur Auswahl hat.

Die Bar bietet Plätze sowohl drinnen als auch ein paar Außenplätze an. Ob am Tisch, gemütlich in der Sitzecke oder auf dem Sofa, es ist für jeden was dabei.

Man hat hier auch die Möglichkeit mit größeren Gruppen einzukehren, denn die Bar Balthasar verteilt sich auf zwei weitläufige Stockwerke!

In der Location wird besonders auf lokales Bier gesetzt. Wobei nationale und internationale Biere auch nicht schmal besetzt sind. Es stehen 140 (!) Biere aus der Flasche auf einer großen Karte zur Auswahl. Kleine Snacks für den Hunger zwischen dem einen oder anderen Bier gibt’s natürlich auch.
Auch Softdrinks, Weine und Spirituosen stehen zur Verfügung.

Auch eine fachmännische Beratung steht jederzeit zur Verfügung, wenn bei dieser großen Auswahl schon mal die Übersicht verloren geht.

Alles in allem eine fantastische Idee, auch in Bonn eine Craftbeerbar zu eröffnen!
Eine tolle Auswahl an frischen Bieren und fachkundigen, sympathischen Personal. Ich komme gerne wieder!