Es darf auch Bier zum Essen sein.


Zum Weihnachtsessen muss es immer Wein sein? Nein! Ich habe verschiedene Biere zum Essen verkostet, die ich euch heute vorstellen möchte.

Das erste Bier des Abends, gedacht als Aperitif war eine Gueuze.

Sorte: Gueuze
Brauerei: Lindemans
Name: Gueuze
ABV: 5,0 %
Rating: 7/10

Im Glas leuchtet die Gueuze in einem dunklen bernsteinfarben mit leicht ausgeprägter Schaumkrone.
Sie überzeugt sofort mit Noten an grünem Apfel, Essig und einer feinen Orangennote. Auch geschmacklich kann sich all das mit einer stärker süßlichen und im Abgang säuerlichen Note halten. Ein toller Einsteiger für den Abend!

Zum rheinischen Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, kam mir ein Flanders Red Ale gerade recht.

Sorte: Flanders Red Ale
Brauerei: Rodenbach
Name: Charaktere Rouge
ABV: 7,0 %
Rating: 8/10

In einem dunklen rosa mit fast keiner Schaumentwicklung kommt das Flanders Red Ale ins Glas. In der Nase tummeln sich bereits tolle Aromen an Essig, Erdbeere und Rotwein, gepaart mit etwas Holz und einer stärkeren Säuerlichkeit.
Auch im Geschmack überzeugen fruchtige Noten an Erdbeer mit Holz und einer gut ausgewogen Essignote. Die Rezenz ist hier deutlich erhöht, aber das ist nicht wirklich störend. Eine tolle Säuerlichkeit macht sich zum Ende hin im Mundraum breit.

Zum abschließenden Dessert aus verschiedenen Eiskreationen und Pudding gab es ein Barrel Aged Imperial Stout.

Sorte: Imperial Oatmel Stout (BA)
Brauerei: Pohjala
Name: Vahtra
ABV: 10,8 %
Rating: 8,5/10

Das Vahtra wurde mit Blaubeeren und Ahornsirup gebraut und anschließend im Bourbonfass gereift.

Schon in der Nase zeigt sich eine wunderbare Bourbon Aromatik, zusammen mit viel Zartbitterschokolade und geröstetem Malz. So geht es dann auch auf der Zunge im Anschluss weiter. Dickflüssig, ja schon likörig legt sich das Vahtra nieder. Das schwere Bier zeigt weiterhin Bourbon, Schokolade und ein Hauch Blaubeeren. Auch der Ahornsirup kommt ein bisschen zum Tragen.
Hinten raus zieht sich eine leicht alkoholische Note hinzu, bevor der Imperial Oatmel Stout sein Ende findet.

Fazit: Ein insgesamt fantastisches Essen mit einer herausragend passenden Auswahl an Bieren. Da ist wirklich kein Wein notwendig. Es gibt genügend Bierstile, die sich wahrlich gut mit verschiedenem Essen kombinieren lassen.