Rauchbiere

Sorte: Rauchbier

Brauereien: Weiherer, Schlenkerla, Deutsche Kreativbrauer, Grohe

Namen: Weiherer Rauch, Helles Schlenkerla Lagerbier, Kreativsud #2, Smoky Heiner

ABV: 5,3 %, 4,3 %, 6,6 %, 5,1 %

Rating: 7/10, 6,5/10, 8/10, 9/10

Rauchbiere. Eine echte Eigenart was Bier angeht.

Bekannt müsste es den meisten durch die berühmte Rauchbierbrauerei Schlenkerla aus Bamberg sein.

Aber es gibt auch noch andere tolle Vertreter für gutes Rauchbier.

Aus diesem Grund habe ich mal 4 Rauchbiere parallel verkostet, die ich jetzt hier vorstellen möchte.  Darunter auch eins von Schlenkerla.

Ich beginne mit dem Weiherer Rauch aus Viereth- Trunstadt (Bayern):

Dieses Bier hat schon zahlreiche Preise abgeräumt wie z. B. den European Beer Star oder den International Craft Beer Award!

Aussehen:

Im Glas ist ein helles bernsteinfarben mit kaum vorhandener Schaumausprägung zu sehen.

Geruch:

In der Nase zeigt sich sofort eine fulminante Rauchnote mit viel Räucherschinken.

Geschmack:

Schon im weichen Antrunk sind rauchige Aromen wahrnehmbar. Der kräftige Nachtrunk  zeigt auch wenig Veränderung wie schon im Geruch. Es legen sich starke Rauchnoten und Räucherschinken auf der Zunge nieder. Diese können sich auch im weiteren Verlauf gut halten.

Das zweite Rauchbier: Helles Schlenkerla Lagerbier:

Schlenkerla macht ja viele verschiedene Rauchbiere. Das Helle ist ein etwas leichter gehaltenes.

Aussehen:

Im Glas zeigt sich ein wunderbares dunkles gelb mit normal ausgeprägter Schaumentwicklung.

Geruch:

Im Geruch macht sich neben leichten Rauchnoten noch viel Heu breit.

Geschmack:

Der Antrunk gestaltet sich rauchig mit etwas Heu, aber jetzt finden sich auch Citrusaromen im Mundraum ein. Im Nachgang kommt das Heu wieder stark zur Geltung, zusammen mit einer angenehmen Rauchnote. Zum Ende bildet sich noch etwas Citrus aus, bevor das Bier mild sein Ende findet.

Das dritte Bier im Bunde ist das Kreativsud #2 (Besonderes Starkbier) zusätzlich gebraut mit Kümmel, Wacholder und Salz von Deutsche Kreativbrauer aus Oberelsbach (Bayern). Es wurde zudem historisches Spiegel- und Chevalliergerstenmalz verwendet.

Aussehen:

In einem tollen kupferfarben gleitet der Kreativsud ins Glas. Eine leichte Schaumentwicklung ist zu sehen.

Geruch:

In der Nase nehme ich hier neben viel Rauch auch Grapefruit und würzige Noten wahr.

Geschmack:

Der fruchtige und zudem rauchige Antrunk, wird im Nachtrunk von viel Karamell und Trockenfrüchten begleitet. Hinten raus kommen die Raucharomen nochmal stärker durch.

Das vierte und somit letzte Rauchbier ist das Smoky Heiner von Grohe aus Darmstadt. Auffallend ist hier sofort das aufwändig gestaltete Etikett.

Aussehen:

In einem hellen braun mit ganz leichter Schaumkrone ist es im Glas zu erblicken.

Geruch:

In der Nase sammeln sich starke Noten an Bourbon, Holz und Rauch.

Geschmack:

Auch hier kommt im Antrunk eine fruchtige Komponente an Orange und Grapefruit durch.

Im Nachgang erhält man dann jedoch wieder viel Holz, Bourbon und ein stärker rauchiges Aroma. Alles wirkt aber gut aufeinander abgestimmt und tritt gleichermaßen in Erscheinung.

Fazit:

Das waren nun die 4 Rauchbiere. Da ist sicher für jeden etwas dabei, je nachdem ob man das pure Raucharoma möchte oder doch etwas fruchtig-rauchig oder eben fruchtig-würzig-rauchig.

Für mich war der klare Favorit das Smoky Heiner. Mir haben die Fruchtnoten zu Beginn mit den späteren Holz und Bourbonnoten sehr gut gefallen, das Raucharoma wirkte sehr gekonnt eingebunden.